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Unterstützte Kommunikation – denn jeder hat etwas zu sagen

Angemessene Kommunikationsmöglichkeiten für jeden Menschen zu finden oder zu schaffen ist seit langem ein zentrales Thema in der HHO. Denn jeder Mensch hat etwas zu sagen, sollte seine Wünsche, Meinungen und Pläne äußern können und so aktiv am Zusammenleben teilhaben. Neue Wege zur besseren Verständigung kann in vielen Fällen die Unterstützte Kommunikation eröffnen. Sie kommt dort zum Einsatz, wo eine angeborene oder erworbene Behinderung die Verwendung von Lautsprache einschränkt oder unmöglich macht.

Damit Unterstützte Kommunikation wirken kann, muss sie zu den individuellen Kompetenzen der Person passen. Über eine gezielte Diagnostik und in Beratungsgesprächen ermitteln Fachkräfte in der HHO, welche Methoden oder Hilfsmittel Sie als betroffene Person oder als Gesprächspartner von Menschen mit eingeschränkten lautsprachlichen Kompetenzen nutzen können: Köpereigene Ausdrucksformen wie Mimik, Gesten oder Gebärden, nicht-elektronische Ausdrucksmittel wie Piktogramme oder Kommunikationsbücher oder elektronische Ausdrucksmittel wie Talker.

So können Fragen gestellt, Wünsche ausgedrückt und Kommentare formuliert werden. Voraussetzung ist, dass Sie als Gesprächspartner bereit sind, gemeinsam neue Wege zu gehen. Dann ermöglicht Unterstützte Kommunikation mehr Kommunikation und bildet so die Basis zur Inklusion. Vor allem aber erleichtert sie das Zusammenleben von Kindern und Eltern, Schülern und Lehrern, Gruppenleitern und Beschäftigten, Bewohnern und Betreuern.