Zwei Personen halten einen Kasten mit dem Logo der HfhM in der Hand.

Hilfe für hörgeschädigte Menschen in Niedersachsen e.V. (HfhM e.V.)

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Ist Spezialisierung, hier die Arbeit mit hörgeschädigten Menschen mit zusätzlichen Behinderungen, noch zeitgemäß oder im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention eigentlich Aussonderung? Exkludieren wir damit Menschen mit einer Hörschädigung?

Im Frühjahr 2012 hat der Verein Hilfe für hörgeschädigte Menschen in Niedersachsen e.V. sich das erste Mal damit beschäftigt, die Perspektive seiner Einrichtungen ganz neu zu denken. Im Juli 2014 fiel dann die Entscheidung sich mit der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück (HHO) zusammenzuschließen.

Die HHO ist für uns ein starker Partner, mit dem wir seit Jahren vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Zum 01. Januar 2016 ist der Zusammenschluss vollzogen worden. Alle Angebote der gemeinnützigen GmbH, insbesondere die Karl-Luhmann-Heime und die Werkstatt für hörgeschädigte Menschen sind in der HHO-Unternehmensgruppe integriert. Die Aufgaben der Beratungsstellen für hörgeschädigte Menschen werden nun vom Verein Heilpädagogische Hilfe Osnabrück wahrgenommen.

Der Verein „Hilfe für hörgeschädigte Menschen in Niedersachsen e.V.“ bleibt bestehen und engagiert sich weiter zum Wohle hörgeschädigter Menschen und setzt so auch nach 115 Jahren Vereinsgeschichte sein Engagement fort. Auch zukünftig wirbt er um Spenden, um Projekte mitzufinanzieren.

Die Satzung des Vereins finden Sie hier.

Hilfe für hörgeschädigte Menschen: Über 100 Jahre Erfahrung

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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in Osnabrück die speziellen Bedürfnisse hörgeschädigter Menschen erkannt: 1901 wurde der Provinzial-Taubstummenverein für Hannover gegründet, neun Jahre später wurden an der Knollstraße die ersten Häuser für hörgeschädigte Bewohner errichtet. 1938 übernahm Karl-Luhmann für prägende 16 Jahre den Vorsitz des Vereins, der ab 1950 in „Niedersächsischer Taubstummen-Fürsorgeverein e.V.“ unbenannt wurde.

Mit dem ersten hauptamtlichen Mitarbeiter nahm 1977 der Sozialdienst des Vereins seine Arbeit auf. Dieser übernahm ab 1990 als erster Träger für das Niedersächsische Integrationsamt die psychosoziale Betreuung schwerbehinderter Menschen im Arbeitsleben. Daraufhin wurde er ab 1992 anerkannter Betreuungsverein. Mit Gründung der gemeinnützigen Werkstatt für Hörgeschädigte GmbH und dem Kauf eines Grundstücks am Hauswörmannsweg schuf  der Verein 1997 die Basis für neue Beschäftigungsmöglichkeiten für hörgeschädigte Menschen. 1999 begann dort der Bau der Werkstatt, die 2000 eingeweiht wurde.

Unter dem 1998 gewählten Vorsitzenden Volker Niermann entwickelte der Verein stetig neue Perspektiven. So wurde im Jahr 2000 das Programm „Vision 2005“ verabschiedet und die Karl-Luhmann-Heime wurden Modelleinrichtung für Niedersachsen. Ein Jahr später konnte der Verein sein 100-jähriges Bestehen feiern – stets die Weiterentwicklung im Blick. So beteiligte sich im Jahr 2004 der Sozialdienst am Aufbau von Kommunikationsforen in verschiedenen Städten und feierte drei Jahre später mit Theaterveranstaltungen in Rosenhof und Emma-Theater sein 30-jähriges Bestehen.

Auch organisatorisch wurden in diesen Jahren neue Weichen gestellt: 2006 beschlossen Vorstand und Mitgliederversammlung eine Änderung der Vereinsstruktur sowie eine neue Vereinsbezeichnung: „Hilfe für hörgeschädigte Menschen in Niedersachsen e.V.“; 2008 wurde die gemeinnützige GmbH für hörgeschädigte Menschen zum Betrieb der Werkstatt, der Karl-Luhmann-Heime und der Förderschule gegründet. In diesem Zusammenhang bekamen Verein und gGmbH ein neues Logo. 2012 begann die Kooperation der Förderschule, die 2007 ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert hatte, mit der Montessorischule. Auch für andere Tätigkeitsfelder gab es Überlegungen zur strukturellen Weiterentwicklung. Mit Hinblick auf eine Optimierung der Angebote für Hörgeschädigte führten diese schließlich 2016 zum Zusammenschluss der Hilfe für hörgeschädigte Menschen und der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück. Hierbei ist der Hilfe für hörgeschädigte Menschen in Niedersachsen e.V. Minderheitsgesellschafter der HHO gGmbH.

Die Angebote der Hilfe für hörgeschädigte Menschen e.V. finden Sie nun hier.