Inklusive Kita Miteinander wachsen
Unsere Vision: eine inklusive Gesellschaft
Gemeinsam gestalten und entwickeln wir bestmögliche Rahmenbedingungen
für individuelle Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben.
Zukunftstag in der Kita (23. April 2026)
Am diesjährigen Zukunftstag durften wir in unserer Kita zwei junge Menschen begrüßen, die einen spannenden Einblick in den pädagogischen Alltag gewinnen konnten. Der Zukunftstag ist ein bundesweiter Aktionstag, der Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bietet, verschiedene Berufe kennenzulernen, neue Perspektiven zu entdecken und eigene Interessen zu entwickeln. Ziel ist es, frühzeitig Einblicke in die Arbeitswelt zu geben und die Berufswahl jenseits von Klischees zu fördern.
Unsere beiden Gäste begleiteten unser Team durch den Tag und konnten hautnah erleben, wie vielfältig und lebendig die Arbeit in einer Kindertageseinrichtung ist. Sie unterstützten bei gemeinsamen Spielen, halfen bei kreativen Angeboten und waren bei unseren täglichen Routinen, wie dem Morgenkreis und den Mahlzeiten dabei. Besonders begeistert waren sie von der direkten Arbeit mit den Kindern, bei der sie schnell merkten, wie wichtig Geduld, Einfühlungsvermögen und Kreativität sind.
Neben den praktischen Erfahrungen hatten sie auch die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mehr über die Ausbildung, sowie die Anforderungen im pädagogischen Bereich zu erfahren. So konnten sie nicht nur den Alltag kennenlernen, sondern auch ein besseres Verständnis für die Verantwortung und die Freude entwickeln, die dieser Beruf mit sich bringt.
Wir haben uns sehr über das Interesse und die Neugier unserer beiden Besucher gefreut und hoffen, dass sie viele positive Eindrücke mitnehmen konnten. Der Zukunftstag ist für uns eine wertvolle Gelegenheit, jungen Menschen unsere Arbeit näherzubringen und vielleicht sogar den Grundstein für ihren weiteren beruflichen Weg zu legen.
Die Küken sind los (April 2026)
Vor Ostern zog ein besonderes Projekt in unsere inklusive Kita ein. Mehrere Eier fanden ihren Weg in unsere Einrichtung und weckten sofort die Neugier der Kinder.
Zu Beginn stand eine spannende Frage im Raum: Welche Tiere könnten sich wohl in den Eiern befinden?
Gemeinsam mit den Kindern wurde überlegt, geraten und diskutiert. Einige vermuteten Vögel, andere dachten an Enten oder sogar kleine Dinosaurier. Diese Phase des gemeinsamen Überlegens bot eine wunderbare Gelegenheit, die kindliche Fantasie anzuregen und erste Gespräche über Tiere, deren Entwicklung und Lebensräume zu führen.
Als die Eier ankamen, wurden sie in einen Brutkasten gelegt, der nun für einige Zeit einen festen Platz in unserer Kita bekam. Für die Kinder eröffnete sich damit die seltene Möglichkeit, einen natürlichen Entwicklungsprozess aus nächster Nähe zu beobachten. Täglich wurde gespannt geschaut, ob sich bereits etwas verändert hatte. Die Kinder stellten Fragen, beobachteten aufmerksam und entwickelten ein wachsendes Verständnis dafür, dass Entwicklung Zeit, Geduld und gute Bedingungen benötigt.
Dann war es schließlich soweit:
Nach kurzem Warten konnten wir beobachten, wie die ersten kleinen Risse in den Eierschalen entstanden. Mit großer Begeisterung verfolgten die Kinder, wie nach und nach kleine Hühnerküken schlüpften. Dieses Erlebnis war für viele Kinder besonders eindrucksvoll, da sie hautnah miterleben konnten, wie neues Leben entsteht. Die Freude und das Staunen waren in der gesamten Einrichtung spürbar.
Auch die Eltern schauten gerne bei den Küken vorbei und beobachten deren Entwicklung.
Nachdem alle Küken geschlüpft waren, durften sie in eine sogenannte „Kükenarena“ umziehen, ein geschützter Bereich, in dem sie ausreichend Platz, Wärme und Futter hatten. Von dort aus konnten die Kinder die Tiere weiterhin beobachten. In den folgenden Tagen und Wochen wurde deutlich, wie schnell sich die Küken entwickelten. Die Kinder bemerkten, wie die Küken aktiver wurden, wie ihre Federn langsam wuchsen und sich ihr Verhalten veränderte. Diese Beobachtungen boten zahlreiche Anlässe für Gespräche über Wachstum, Bedürfnisse von Tieren, sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebewesen.
Einige Kinder beobachteten ruhig und aufmerksam, andere stellten viele Fragen oder äußerten ihre Eindrücke kreativ in Bildern, Gesprächen oder Spielen. Naturerfahrungen, wie diese ermöglichen vielfältige Zugänge zum Lernen und fördern Empathie, Verantwortungsbewusstsein, sowie gemeinsames Staunen und Entdecken.
Nach gut zwei Wochen war es schließlich Zeit, Abschied zu nehmen. Die Küken waren inzwischen deutlich gewachsen und bereit für ihr neues Zuhause. Einige von ihnen fanden ein liebevolles Zuhause bei einer pädagogischen Mitarbeiterin unserer Einrichtung. Dadurch haben wir die Möglichkeit, ihren weiteren Lebensweg weiterhin ein Stück weit zu begleiten. Weitere Küken wurden von einer Familie aus unserer Kita aufgenommen, sodass auch hier der Kontakt bestehen bleibt und die Kinder weiterhin erfahren können, wie sich die Tiere entwickeln.
Das Kükenprojekt war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung. Es verband naturwissenschaftliches Lernen mit emotionalen Erlebnissen, förderte gemeinsames Forschen und stärkte das Bewusstsein für das Leben und die Verantwortung gegenüber Tieren. Vor allem aber schenkte es den Kindern viele Momente des Staunens und diese sind bekanntlich der Anfang jeder Entdeckung.
Kinderzufriedenheitsbefragung und spannende Projekte in unserer inklusiven Kita (März/April 2026)
In unserer Kindertagesstätte findet derzeit eine Kinderzufriedenheitsbefragung statt. Diese Befragung wird im zweijährigen Rhythmus in allen Einrichtungen der HHO Kindheit und Jugend im Stadt- und Landkreis Osnabrück durchgeführt. Ziel der Befragung ist es, die Perspektive der Kinder auf unseren Kita-Alltag und unsere pädagogische Arbeit sichtbar zu machen. Gleichzeitig möchten wir den Kindern die Möglichkeit geben, ihre Wünsche, Ideen und Bedürfnisse mitzuteilen und sie aktiv und partizipativ in die Gestaltung unseres Alltags einzubeziehen.
Die Teilnahme an der Befragung richtet sich an alle Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt. Dabei nutzen wir unterschiedliche altersgerechte Methoden, um den Kindern eine verständliche und angenehme Teilnahme zu ermöglichen. Jedes Kind wird einzeln von einer Kollegin begleitet, die den Rahmen schafft und die Fragen stellt, ohne dabei Einfluss auf die Antworten zu nehmen. Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig.
Im Gespräch werden beispielsweise Fragen gestellt wie: „Was machst du hier im Kindergarten am liebsten?“, „Was möchtest du gerne einmal machen?“ und „Wer sind deine Freunde?“
Solche Fragen eröffnen den Kindern die Möglichkeit, ihre Sichtweise auf den Kita-Alltag zu äußern. Für uns als pädagogische Fachkräfte sind diese Rückmeldungen besonders wertvoll, da sie uns helfen, unsere Angebote weiterzuentwickeln und die Bedürfnisse der Kinder noch besser zu berücksichtigen. Kinder ernst zu nehmen und ihnen Gehör zu schenken ist ein zentraler Bestandteil unserer inklusiven pädagogischen Arbeit.
Die Kinderzufriedenheitsbefragung läuft noch bis Mitte April. So können wir sicherstellen, dass jedes Kind ausreichend Zeit bekommt und die Gespräche in einer ruhigen und vertrauensvollen Atmosphäre stattfinden. Uns ist wichtig, dass sich die Kinder wohlfühlen und ihre Gedanken ohne Zeitdruck äußern können.
Projekt „Gefühle“ – Emotionen verstehen und ausdrücken
Im Zusammenhang mit der Befragung haben wir gemeinsam mit den Kindern das Projekt „Gefühle“ durchgeführt. Dabei stand das Wahrnehmen, Benennen und Ausdrücken von Emotionen im Mittelpunkt, ein wichtiger Bestandteil sozial-emotionaler Entwicklung.
Als Einstieg hörten wir gemeinsam die Geschichte vom Regenbogenfisch. Anschließend gestaltete jedes Kind seinen eigenen bunten Fisch mit einer Glitzerflosse. So entstand nach und nach unser gemeinsamer „Glitzerflossenschwarm“, der nun unseren Gruppenraum schmückt und uns immer wieder an das Thema Gemeinschaft erinnert.
Ein weiterer Bestandteil des Projektes war „Das Lied von den Gefühlen“, dass wir gemeinsam mit den Kindern angehört und mit unterstützenden Gebärden begleitet haben. In unserer inklusiven Kita nutzen wir Gebärden als ergänzende Kommunikationsform, damit alle Kinder, unabhängig von ihrem sprachlichen Entwicklungsstand, aktiv teilnehmen können.
Mithilfe von Gebärdenzeichnungen aus SIGNdigital /SIGN©HHO, sowie passenden Gebärden sprachen wir mit den Kindern über verschiedene Gefühle wie wütend, traurig, aufgeregt, froh oder glücklich. Die Kinder konnten dabei eigene Erfahrungen einbringen und lernen, ihre Emotionen besser wahrzunehmen und auszudrücken. Dies stärkt nicht nur ihre sprachliche Entwicklung, sondern auch ihre sozialen Kompetenzen und ihr Einfühlungsvermögen.
Schweben im Bewegungsraum (Februar 2026)
Lange haben wir darauf gewartet und Ende Januar tauchten zwei Handwerker auf und verschwanden für einen ganzen Tag in unserem Bewegungsraum. Wir hörten den Krach der Bohrmaschine, lautes Hämmern und immer wieder wurden Kartons, Balken und Schrauben hineingetragen. Die Spannung war groß.
Was passierte da hinter der Tür?
Alle waren ungeduldig und am nächsten Tag erwartete uns ein schwebender Bewegungsraum. Die Handwerker hatten verschiedene Schienen an Decke und Wänden befestigt und hier hing nun ein schwebender Tunnel. Natürlich wurde er sofort ausprobiert. Zugegeben anfangs war es eine Herausforderung: hineinfinden, durchkrabbeln und dabei das Gleichgewicht behalten. Doch schon nach wenigen Übungsrunden hatten die Kinder den Dreh raus, und der Spaß war unübersehbar. Öffnet man den Tunnel oben, eröffnet sich eine Welt voller Entdeckungen, Boot fahren, die Weltmeere erkunden und gemeinsam Neues wagen.
Das war aber noch nicht alles. Eine Woche später wurden wir mit einem riesigen Spinnennetz überrascht. Es ist schon eine Herausforderung bis an die Decke zu klettern und ganz schön anstrengend. Doch wir können nicht genug bekommen. Eine weitere Woche weiter wurden wir erneut überrascht. Im Bewegungsraum war wieder etwas aufgebaut. Ein riesiges Tuch hing von der Decke. Ein fliegender Teppich? Klar war, es musste sofort ausprobiert werden und schnell war auch dieser erobert und für großartig befunden.
Ergänzt wird das Bewegungsraum-Abenteuerreich durch eine neue Pferdeschaukel im Flur, die weitere Bewegungsimpulse liefert.
Unser Fazit lautet eindeutig: Der Bewegungsraum ist heute ein zentraler Ort, an dem jeden Tag viel los ist. Hier entdecken Kinder spielerisch ihre Kräfte, schulen Fein- und Grobmotorik, üben Mut und Koordination – und das in einer Umgebung, die Kreativität, Fantasie und Gemeinschaft fördert.
Wir freuen uns auf viele weitere gemeinsame Entdeckungen, bei denen Bewegung zum Erlebnis wird und jedes Kind sich selbst entdecken kann, mit Spaß, Sicherheit und dem Vertrauen, dass Lernen durch Bewegung die schönste Art des Lernens ist.
Angebote an diesem Standort:
Kindergarten (3 - 6 Jahre)
Krippe (0 - 3 Jahre)