INTAKT besucht den neugestalteten Ledenhof
Wie barrierefrei und einladend ist der neugestaltete Ledenhof in Osnabrück? Dieser Frage ging das Team des Projekts INTAKT bei einer Exkursion am 27. August nach.
Vor Ort machte sich die Gruppe ein Bild von der Neugestaltung des Platzes und betrachtete insbesondere die Aspekte der Barrierefreiheit. Dabei wurden sowohl positive als auch kritische Eindrücke gesammelt. Aus Sicht der Teilnehmenden wirkt die große asphaltierte Fläche wenig einladend. Wünsche für die weitere Entwicklung des Platzes sind unter anderem mehr Farbe, zusätzliche Spielmöglichkeiten für Kinder sowie ein verbesserter Schutz vor Hitze an warmen Tagen.
Besonders gut kam hingegen die neu angelegte Tanzfläche an. Diese wurde direkt ausprobiert und als bereicherndes Element für den Platz bewertet.
In einem Vortrag erhielten die Teilnehmenden außerdem spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Projekts. Dabei wurde erläutert, dass sich während der Bauphase Wasser über der Decke der Ledenhofgarage staute. Aus diesem Grund musste ein Großteil der Fläche asphaltiert werden, obwohl ursprünglich eine Pflasterung vorgesehen war. Die gepflasterten Bereiche rund um die Asphaltfläche wurden gemeinsam mit dem Inklusionsforum ausgewählt, um die Nutzung für Menschen mit Rollstühlen angenehmer zu gestalten.
Zum Abschluss der Exkursion kehrte die Gruppe im Café Engel oberhalb des Osnabrücker Bahnhofs ein. Bei selbstgemachten Speisen und Kuchen ließ das Team den Tag gemeinsam ausklingen.
Die Exkursion bot viele Anknüpfungspunkte für Gespräche über Barrierefreiheit, Teilhabe und eine inklusive Stadtentwicklung. Gleichzeitig zeigte sie, wie wichtig es ist, die Perspektiven von Menschen mit Behinderung bei der Gestaltung öffentlicher Räume mitzudenken.
Was ist INTAKT?
INTAKT steht für „INklusiv, Teilhabebezogen und Aktiv“. Das Projekt der HHO wird von der Aktion Mensch gefördert und setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderung an der Quartiers- und Regionalentwicklung beteiligt werden.
In inklusiven Arbeitsgruppen bringen sie ihre Erfahrungen als „Expert*innen ihres Alltags“ ein. Gemeinsam mit Fachleuten, Politik und Nachbarschaften werden Methoden, Materialien und Beteiligungsformate entwickelt, damit möglichst viele Menschen bei Planungen im Stadtteil mitreden und mitgestalten können.
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