Projektleitung INTAKT
- Mobil: 0151/18032578
- E-Mail: a.dangschat@os-hho.de
Quartiersentwicklung
INklusiv, Teilhabebezogen, AKTiv.
Partizipation von Menschen mit Behinderung an Quartiers- und Regionalentwicklung
Ein vielfältiges, aktives Miteinander entsteht, wenn Menschen sich begegnen, aufeinander zugehen, sich kennenlernen.
Wo kann das stattfinden? Im Quartier.
Beim Bäcker, auf der Parkbank, im Sportverein, am Arbeitsplatz...im Treppenhaus, beim Stadtteilfest. Mittendrin eben! Dafür braucht es barrierefreien Wohnraum, inklusive Arbeitsplätze, Freizeitangebote und Dienstleistungen.
Was wird genau gebraucht?
Und woran sollte beim Planen und Gestalten eines inklusiven Quartiers gedacht werden? Das wissen Menschen mit Beeinträchtigung am Besten. In inklusiven Arbeitsgruppen gehen wir diesen und vielen anderen Fragen rund um die Quartiers- und Regionalentwicklung nach.
Gerne bringen wir unsere Erfahrungen in Ihre Planungs- und Entwicklungsprozesse ein. Sprechen Sie uns an!
Wer sich einbringt, hat eine eigene Einstellung zum Thema der Mitwirkung entwickelt. Wie entsteht diese Einstellung, die eigene Meinung?
Meinungen entstehen durch Information, Erfahrung und Austausch.
Im Projekt haben wir Methoden, Aktivitäten und Materialien zur Mitwirkung entwickelt. Sie bieten neutrale Informationen, halten den Raum für konstruktiven Austausch und regen zu neuen Erfahrungen an.
Mein Quartier – Gruppen-Voting standardisierte Gesprächsführung im Gruppen-Setting
Die HHO-Methode Gruppen-Voting bietet einen strukturierten, multisensorischen Rahmen für Gespräche im Gruppensetting. Die einzelnen Gesprächsrunden sind so aufgebaut, dass sie über das Thema informieren, zum Austausch und zu eigenen Gedanken anregen.
Der Moderationsleitfaden gibt Orientierung darüber, wie neutral und unparteiisch durch das Gespräch geführt wird und in heterogenen Gruppen Alle gehört werden.
ANDERS im Quartier, Modul der HHO-ANDERS-Methode standardisierte Gesprächsführung im Einzel-Setting mit Interpretationsleitlinie
Die HHO-ANDERS-Methode bietet einen strukturierten, multisensorischen Rahmen für personenzentrierte Teilhabegespräche.
Die Buchstaben ANDERS stehen für jeweils einen Aspekt der personenzentrierten Haltung:
A – Abstand von eigenen Sichtweisen und Vorannahmen
N – Neutralität den Gesprächsinhalten gegenüber
DE – Denken um die Ecke: Hypothesenbildung
R – Reflexion
S – Subjektivität anerkennen
Unser Quartier – Gruppen-Aktivität Leitfragengestützte Aktivität
Die Gruppe erhält Material, mit dem sie aktiv ihr Quartier gestalten kann: Was haben wir schon im Quartier? Was mag ich besonders? Was nicht? Was wünsche ich mir im Quartier? Die Aktivität regt besonders den Austausch an. In der ersten Phase tauchen meist viele Fragen auf. Alle bringen sich gegenseitig auf einen Informationsstand. Auf dieser Grundlage gestalten sie gemeinsam das Quartier.
Plaudertafeln offene Gesprächsstruktur mit Leitfragen
Plaudertafeln bieten visuelle Orientierung zum Gesprächsthema: Worüber sprechen wir? Was gehört noch zum Thema?
Piktogramme regen Gedanken an und helfen den Fokus beim aktuellen Gesprächsgegenstand zu halten.
Unser Quartier – Leitfragengestützte Gruppen-Aktivität
Die Gruppe erhält Material, mit dem sie aktiv ihr Quartier gestalten kann: Was haben wir schon im Quartier? Was mag ich besonders? Was nicht? Was wünsche ich mir? Die Aktivität regt besonders den Austausch an. In der ersten Phase tauchen meist viele Fragen auf. Alle bringen sich gegenseitig auf einen Informationsstand. Auf dieser Grundlage gestalten sie gemeinsam das Quartier.
Mein Quartier
Arbeitsheft mit Stickerbogen, Gestaltungsseite, Vorlage für einen Quartiersspaziergang und einen Barriere-Check
Gemeinsam überlegen wir: Welche Themen sollten besprochen werden, wenn es um Quartiersentwicklung geht? Wie erreichen wir viele unterschiedliche Menschen? Wie moderieren wir die Gespräche und was brauchen wir dafür? Wir entwerfen Konzepte und Material für kleine Gruppen, für Workshops und für Einzelgespräche. Wir verknüpfen unsere Methoden mit den bestehenden Angeboten zur Bürgerbeteiligung.
Die Arbeitsgruppe INTAKT besteht aus 10 Teilnehmer*innen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen. Sie prüft aus der Perspektive der Lebensweltexpert*innen: Das interessiert uns; so können wir teilhaben; so möchten wir uns einbringen.
Der Projekt-Beirat besteht aus Vertreter*innen mit und ohne Behinderungen mit und ohne Bezug zur HHO. Hier bekommt das Projekt wichtige Impulse aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.
Innerhalb der HHO tauschen wir Ideen und Informationen aus. Dafür sind wir eng im Kontakt mit den Bereichen Kindheit und Jugend, Wohnen, Osnabrücker Werkstätten, Institut für Gelingende Kommunikation, PIKSL,…
Wir nehmen an Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung der Stadt Osnabrück und des Landkreises teil. Ebenso an Aktivitäten der Quartiersmanager und an Veranstaltungen zum Thema Inklusion. Wir bringen uns in Gremien der Stadt- und Regionalplanung ein.
Wir arbeiten eng mit dem Fachbereich Nachhaltige Stadtentwicklung zusammen. Gemeinsam haben wir Beteiligungs-Workshops geplant und durchgeführt.
Wir tauschen uns mit Politik, Verwaltung und in unterschiedlichen Gremien aus.
Wer sich beteiligen möchte, muss sich eine Meinung bilden und diese ausdrücken. Dafür braucht es Information, Erfahrung, kommunikative Fähigkeiten, Mut und Vieles mehr. Nicht alle Menschen haben die Voraussetzungen, um sich gleichberechtigt einbringen zu können. INTAKT schlägt Brücken und holt Menschen, die sich beteiligen möchten, da ab wo sie sind. Informationen in einer verständlichen Sprachform sind eine gute Basis dafür. Daher freuen wir uns, wenn viele Informationen zur Bürgerbeteiligung bereits in verständlicher Sprache angeboten werden.
Gestalten Sie Angebote so, dass möglichst viele Menschen sie nutzen können. Denken Sie von Anfang an Menschen mit Behinderungen mit, aber auch Kinder, ältere Menschen, Personen mit sprachlichen Schwierigkeiten, geringer Leseerfahrung oder wenig Wissen zum Thema. Bieten Sie bei Bedarf dialogische Assistenz an, beispielsweise durch Fachkräfte mit Erfahrung in Einfacher Sprache und Moderation. Planen Sie Zeit zum Ankommen ein und kommunizieren Sie den Ablauf vorab: Ankommen, Begrüßung, Workshop, Pause, Imbiss und Abschluss.
Kündigen Sie Beteiligungsangebote mindestens acht Wochen vor dem Termin an. Viele Menschen benötigen Zeit, um Informationen zu erhalten und zu verstehen, Unterstützung zu organisieren oder Fahrdienste und Begleitungen zu buchen.
Wenn Sie per e-mail einladen: Ein Anschreiben mit Ihren Informationen und Informationen zur Barrierefreiheit vor Ort; zusätzlich druckerfreundlich auf A4 als Aushang in Gemeinschaftsräumen mit folgender Struktur und Inhalt: Titel der Veranstaltung, Aussagekräftiges, kontrastreiches detailarmes Bild. Kerninformationen mit Piktogrammen zu Zeit, Ort, Buslinie und Haltestelle. Kurzbeschreibung der Veranstaltung, Angaben zu Kosten und Anmeldung Ansprechperson möglichst mit mobil-Nummer, Angaben zum Essensangebot vor Ort, QR-Code für weitere Informationen.
Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf E-Mail. Viele Menschen nutzen vor allem ihr Smartphone. Informationen und Anmeldungen per Telefon, Messenger, QR-Code oder soziale Medien senken Barrieren und erhöhen die Reichweite. Gewinnen Sie Menschen aus dem Quartier, die Aushänge verteilen. Wohngruppen und Vereine nutzen noch schwarze Bretter.
Sobald Termin und Umfang einer Veranstaltung feststehen, sollte DGS-Dolmetschung angefragt werden. Für Veranstaltungen ab 60 Minuten werden in der Regel zwei Dolmetscherinnen benötigt. Da diese oft langfristig ausgebucht sind, empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung.
Nutzen Sie Methoden, die strukturiert und multisensorisch durch das Thema führen. Vermeiden Sie spielerische Elemente ohne Bezug zum Thema, da diese oft von den eigentlichen Inhalten ablenken.
Nutzen Sie Moderationsmethoden, die auch ruhige, zurückhaltende oder langsamere Teilnehmende beteiligen. Kleine Gruppen, ausreichend Redezeit und schriftliche oder visuelle Beteiligungsmöglichkeiten unterstützen eine gleichberechtigte Mitwirkung. Bauen Sie Rederunden ein.
Machen Sie deutlich, wie viel Mitgestaltungsraum den Teilnehmenden zugestanden wird. In welcher Rolle befinden sich die Anwesenden. Wer gibt Ideen, wer entscheidet auf welcher Grundlage. Wie können sich die Teilnehmenden informieren: Was ist mit den Ergebnissen passiert und welche Vorschläge werden umgesetzt. Rückmeldungen schaffen Vertrauen und Motivation für weitere Beteiligung.
Viele Räume sind Abends und am Wochenende ungenutzt und konnen der Quartiersgemeinschaft zur Verfügung stehen. Damit dies möglich ist, denken Sie bei der Planung des Gebäudes daran: Separater Zugang von außen, Zugang zu Sanitäranlagen, Sicherheitsschleuse zum Gebäude hinter gemeinschaftlich genutztem Raum. Ggf. Lagerraum für eigene Technik und Materialien. Sind diese Faktoren bereits bei Planung und Bau mitgedacht, kann hinterher die gemeinschaftliche Nutzung ggf mit Geldflüssen und Organisation abgestimmt werden.
Unsere Erfahrung aus Modell-Workshops: Schaffen Sie Gelegenheiten und sprechen Sie mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Ein zielgruppenorientiertes Angebot führt zu konstruktivem Austausch: "Ihr habt gezeigt, was im Alltag gut läuft und was nicht.", "Ihr habt geholfen , Vorurteile abzubauen.", "Die Gespräche waren respektvoll und konstruktiv."
Die Selbst- und Stellvertreterrolle entsteht nicht automatisch. Schaffen Sie über längere Zeiträume Gelegenheiten zum Mitreden, Ausprobieren und Lernen. Geben Sie Menschen Verantwortung in überschaubaren Aufgaben und ermöglichen Sie positive Beteiligungserfahrungen.
Eine konstruktive, wertschätzende Atmosphäre, in der sich alle gesehen und gehört fühlen fördert gemeinsame Entwicklung. Sie lässt sich durch entsprechende Zielsetzung und Rahmung gestalten. Geben Sie diesem Ziel mindestens die gleiche Aufmerksamkeit wie den Sachinhalten.
Kennen Sie das auch: Mit etwas sperrigem Gepäck unterwegs, mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Gehhilfe und der Weg ist verstellt. Für viele Menschen bedeutet das anstrengende Umwege. Mit unseren Anhängern möchten wir darauf aufmerksam machen. Sind Sie selber betroffen, oder möchten Sie andere unterstützen? Machen Sie gerne mit. Die Anhänger finden Sie kostenlosen Mitnahme hier:
einBlick - Info, Beratung & mehr
Markt 13 | 49074 Osnabrück
Kleidsam
Industriestraße 11
49082 Osnabrück-Sutthausen
12.05.2026
19.03.2026
12.03.2026
In Politik und Gesellschaft mitreden. Das braucht Mut. Empowerment bedeutet Ermutigung. Empowerment macht stark.
Alle Menschen können dabei sein und verstehen, um welche Entscheidungen es geht.
Angepasste Angebote für Partizipation: Alle Menschen können mitmachen. Zum Beispiel braucht es neue Methoden.
Vertrauen und die Bereitschaft auf Augenhöhe zusammen zu arbeiten ist wichtig. Menschen sind verschieden, aber nicht besser oder schlechter. Zuhören und gegenseitiges Verständnis geht immer!
Was bedeutet Partizipation eigentlich? Viele verschiedene Interessen treffen aufeinander. Orientierung ist wichtig.
Partizipation – Was ist das überhaupt?
Wenn ich mir was wünsche, passiert das dann auch?
Wenn ich garnicht erfüllen kann, was andere sich wünschen – soll ich dann überhaupt fragen?
Nein und Ja!
Entscheidungen gewinnen an Qualität, wenn betroffene Personen einbezogen werden. Neue Perspektiven werden sichtbar. Unbekannte Aspekte werden benannt und können in die Entscheidung einbezogen werden. Offener, konstruktiver Austausch ist entscheidend. Egal auf welcher Partizipationsstufe er stattfindet. Zugang zu verständlichen Informationen ist die Voraussetzung.
Wichtig ist es, offen zu benennen: Was können wir voneinander erwarten. Wer trägt was bei? Wer entscheidet? Können wir zukünftig Entscheidungsmacht umverteilen? Möchten wir das? Wie kann das gelingen? Hintergründe und drei Fallbeispiele bietet die INTAKT-Broschüre Partizipation