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Projekt INTAKT

Quartiersentwicklung

INklusiv, Teilhabebezogen, AKTiv.

Partizipation von Menschen mit Behinderung an Quartiers- und Regionalentwicklung

Holztisch mit farbigen Holzklötzchen und sechs bedruckten Karten in Holzständern. Karten zeigen gezeichnete Szenen: gemeinsames Kochen, Besprechungssituation, Eingangsbereich und weitere Alltagsszenen. Links ein Schild mit der Aufschrift „Projekt INTAKT“ und Logos. Im Hintergrund eine Person im roten Pullover, Teilansicht. Rechts eine bunte Tasse. Fenster mit orangenen Vorhängen im Hintergrund.

Vielfältiges + aktives Miteinander

Ein vielfältiges, aktives Miteinander entsteht, wenn Menschen sich begegnen, aufeinander zugehen, sich kennenlernen.

Wo kann das stattfinden? Im Quartier.
Beim Bäcker, auf der Parkbank, im Sportverein, am Arbeitsplatz...im Treppenhaus, beim Stadtteilfest. Mittendrin eben! Dafür braucht es barrierefreien Wohnraum, inklusive Arbeitsplätze, Freizeitangebote und Dienstleistungen.

Was wird genau gebraucht?
Und woran sollte beim Planen und Gestalten eines inklusiven Quartiers gedacht werden? Das wissen Menschen mit Beeinträchtigung am Besten. In inklusiven Arbeitsgruppen gehen wir diesen und vielen anderen Fragen rund um die Quartiers- und Regionalentwicklung nach.

Gerne bringen wir unsere Erfahrungen in Ihre Planungs- und Entwicklungsprozesse ein. Sprechen Sie uns an!

Von der Information zur Mitwirkung 

Wer sich einbringt, hat eine eigene Einstellung zum Thema der Mitwirkung entwickelt. Wie entsteht diese Einstellung, die eigene Meinung? 

Meinungen entstehen durch Information, Erfahrung und Austausch.

Im Projekt haben wir Methoden, Aktivitäten und Materialien zur Mitwirkung entwickelt. Sie bieten neutrale Informationen, halten den Raum für konstruktiven Austausch und regen zu neuen Erfahrungen an.

Für Sie erreichbar

Diese Methoden haben wir miteinander erprobt und entwickelt:

Mein Quartier – Gruppen-Voting standardisierte Gesprächsführung im Gruppen-Setting

Die HHO-Methode Gruppen-Voting bietet einen strukturierten, multisensorischen Rahmen für Gespräche im Gruppensetting. Die einzelnen Gesprächsrunden sind so aufgebaut, dass sie über das Thema informieren, zum Austausch und zu eigenen Gedanken anregen.

Der Moderationsleitfaden gibt Orientierung darüber, wie neutral und unparteiisch durch das Gespräch geführt wird und in heterogenen Gruppen Alle gehört werden.

Personen sitzen um einen großen rechteckigen Konferenztisch, auf dem Büroartikel, bunte Holzbausteine, kleine Holzplattformen, Getränkeflaschen und Notizen verteilt sind. Eine Person beugt sich nach vorne und reicht einer anderen etwas. Im Hintergrund ein eingeschalteter Bildschirm mit einer schematischen Illustration.

ANDERS im Quartier, Modul der HHO-ANDERS-Methode standardisierte Gesprächsführung im Einzel-Setting mit Interpretationsleitlinie

Die HHO-ANDERS-Methode bietet einen strukturierten, multisensorischen Rahmen für personenzentrierte Teilhabegespräche.

Die Buchstaben ANDERS stehen für jeweils einen Aspekt der personenzentrierten Haltung:

A – Abstand von eigenen Sichtweisen und Vorannahmen

N – Neutralität den Gesprächsinhalten gegenüber

DE – Denken um die Ecke: Hypothesenbildung

R – Reflexion

S – Subjektivität anerkennen

Arbeitsmappe mit der Aufschrift „Anders im Quartier“ auf grauer Tischunterlage, umgeben von Karten mit Illustrationen, einem schwarzen Marker, einer leeren weißen Karte und einem Umschlag mit aufgedrucktem Titel. Illustrationen zeigen Szenen von Personen, Gebäuden und Alltagsaktivitäten.

Unser Quartier – Gruppen-Aktivität Leitfragengestützte Aktivität

Die Gruppe erhält Material, mit dem sie aktiv ihr Quartier gestalten kann: Was haben wir schon im Quartier? Was mag ich besonders? Was nicht? Was wünsche ich mir im Quartier? Die Aktivität regt besonders den Austausch an. In der ersten Phase tauchen meist viele Fragen auf. Alle bringen sich gegenseitig auf einen Informationsstand. Auf dieser Grundlage gestalten sie gemeinsam das Quartier.

Personengruppe sitzt um einen rechteckigen Holztisch in einem Seminarraum. Auf dem Tisch liegen Karten und kleine, stehende Tafeln, die durch eine Schnur verbunden sind. Im Hintergrund ein großer Bildschirm, ein Kreuz und weitere Stühle.

Plaudertafeln offene Gesprächsstruktur mit Leitfragen

Plaudertafeln bieten visuelle Orientierung zum Gesprächsthema: Worüber sprechen wir? Was gehört noch zum Thema?

Piktogramme regen Gedanken an und helfen den Fokus beim aktuellen Gesprächsgegenstand zu halten. 

Unser Quartier – Leitfragengestützte Gruppen-Aktivität

Die Gruppe erhält Material, mit dem sie aktiv ihr Quartier gestalten kann: Was haben wir schon im Quartier? Was mag ich besonders? Was nicht? Was wünsche ich mir? Die Aktivität regt besonders den Austausch an. In der ersten Phase tauchen meist viele Fragen auf. Alle bringen sich gegenseitig auf einen Informationsstand. Auf dieser Grundlage gestalten sie gemeinsam das Quartier.

Personen an einem weißen Tisch. In der Mitte ein gefaltetes Arbeitsblatt mit Symbolen, darunter eine Sitzbank, ein Fahrradsymbol sowie Texte und Bilder mit der Überschrift „An der Haltestelle“. Holzklötze, eine Flasche und weitere Utensilien auf dem Tisch. Im Hintergrund sitzen unscharf erkennbare Personen.

Mein Quartier

Arbeitsheft mit Stickerbogen, Gestaltungsseite, Vorlage für einen Quartiersspaziergang und einen Barriere-Check

Heft mit dem Titel "Projekt INTAKT – INklusiv. Teilhabebezogen. AKTiv. Mein Quartier" auf hellem Holztisch, daneben ein Blatt mit Symbolen und Illustrationen. Das Heft enthält Zeichnungen von Häusern, Bäumen, Personen in Alltagssituationen, Ständen und Geschäften. Oben rechts das Logo "Aktion Mensch".

Gut zu wissen

Wie arbeiten wir im Projekt? 

Gemeinsam überlegen wir: Welche Themen sollten besprochen werden, wenn es um Quartiersentwicklung geht? Wie erreichen wir viele unterschiedliche Menschen? Wie moderieren wir die Gespräche und was brauchen wir dafür? Wir entwerfen Konzepte und Material für kleine Gruppen, für Workshops und für Einzelgespräche. Wir verknüpfen unsere Methoden mit den bestehenden Angeboten zur Bürgerbeteiligung. 

Wer ist beteiligt? 

Die Arbeitsgruppe INTAKT besteht aus 10 Teilnehmer*innen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen. Sie prüft aus der Perspektive der Lebensweltexpert*innen: Das interessiert uns; so können wir teilhaben; so möchten wir uns einbringen. 

Der Projekt-Beirat besteht aus Vertreter*innen mit und ohne Behinderungen mit und ohne Bezug zur HHO. Hier bekommt das Projekt wichtige Impulse aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. 

Innerhalb der HHO tauschen wir Ideen und Informationen aus. Dafür sind wir eng im Kontakt  mit den Bereichen Kindheit und Jugend, Wohnen, Osnabrücker Werkstätten, Institut für Gelingende Kommunikation, PIKSL,… 

Wir nehmen an Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung der Stadt Osnabrück und des Landkreises teil. Ebenso an Aktivitäten der Quartiersmanager und an Veranstaltungen zum Thema Inklusion. Wir bringen uns in Gremien der Stadt- und Regionalplanung ein. 

Wir arbeiten eng mit dem Fachbereich Nachhaltige Stadtentwicklung zusammen. Gemeinsam haben wir Beteiligungs-Workshops geplant und durchgeführt.

Wir tauschen uns mit Politik, Verwaltung und in unterschiedlichen Gremien aus.

Einfache Sprache - und was noch? 

Wer sich beteiligen möchte, muss sich eine Meinung bilden und diese ausdrücken. Dafür braucht es Information, Erfahrung, kommunikative Fähigkeiten, Mut und Vieles mehr. Nicht alle Menschen haben die Voraussetzungen, um sich gleichberechtigt einbringen zu können. INTAKT schlägt Brücken und holt Menschen, die sich beteiligen möchten, da ab wo sie sind. Informationen in einer verständlichen Sprachform sind eine gute Basis dafür. Daher freuen wir uns, wenn viele Informationen zur Bürgerbeteiligung bereits in verständlicher Sprache angeboten werden.

Menschen stehen unter einem weißen Pavillon mit der Aufschrift „Projekt INTAKT – INKlusiv Teilhabebezogen AKTiv“ auf einem Banner. Auf einem Tisch befinden sich Bastelmaterialien und Werkstücke. Im Hintergrund Menschenansammlungen, bunte Zelte und eine grüne Rasenfläche.
Bunt bemalte Getränkekartons in verschiedenen Farben wie Gelb, Pink und Blau auf einem gepunkteten Tisch, daneben eine Wasserflasche, Stifte und eine schwarze Tasse. Im Hintergrund sitzen drei Personen; zwei tragen Rollstuhl-Rückenlehnen, ihre Gesichter sind unkenntlich gemacht.
Sechs Personen stehen und posieren fröhlich hinter einem Tisch in einem Raum. Auf dem Tisch liegen Karten und Modelle mit Illustrationen zu Alltagssituationen, daneben ein Aufsteller mit der Aufschrift "Projekt INTAKT". Im Hintergrund Fenster und ein heller Innenraum. Die Gesichter der Personen sind unkenntlich gemacht.
Eine Gruppe von sieben Personen steht auf einer Gehsteigfläche vor einem Gebäude mit Schaufenstern und dem Schriftzug "ITUR Reise-Shop". Einige Personen tragen Freizeitkleidung mit Jacken, eine Person sitzt in einem elektrischen Rollstuhl, eine andere hält einen weißen Blindenstock. Im Hintergrund sind ein Café mit Tischen und Sonnenschirmen sowie Schilder sichtbar.
Roter Schriftzug "Gefördert durch die" oben in serifenloser Schrift, darunter in großen roten Buchstaben das Logo "AKTION MENSCH" in verspielter, leicht unregelmäßiger Schriftart, alles auf weißem Hintergrund.
Kleine Holzklötze unterschiedlicher Größe auf einem ovalen Holztisch, beschriftet mit Papierschildern. Text: "Gemeinschaftsgarten", "Verpflegung / Kiosk", "Mutlitfunktion Sportfläche", "Räume", "aktive Räume", "Info-Point". Daneben Farbelemente wie grüne Hügel und Bäume. Ein Filzstift und unbeschriebene Karten liegen rechts vorne. Im Hintergrund ein Poster mit "Aktion Mensch" und "Projekt INTAKT".
Mehrere Personen sitzen um einen weißen Tisch. Auf dem Tisch liegt ein Blatt mit einem Ablaufdiagramm und Pfeilen, beschriftet mit „Rundenablauf“ sowie vier Symbolbildern. Eine Person hält ein aufgestelltes, mehrseitiges Heft mit bebilderten Anleitungen, darunter Verkehrs- und Alltagssymbole. Im Hintergrund sind unscharf Getränke und weitere Personen sichtbar.
Zweifarbige Karussellkonstruktion mit gelben und silberfarbenen Elementen, eingebettet in einen Spielplatz mit blauem Boden, rechts ein orangefarbenes Klettergerüst mit Netzschaukel. Zwei Frauen, eine in dunkler Kleidung, die andere in gemustertem Oberteil, interagieren mit dem Karussell. Im Hintergrund Bäume, Wiese und Weg.
Zwei Kinder sitzen auf gelben Gymnastikmatten auf einem gelben Boden in einem Sportraum. Eines trägt ein schwarzes T-Shirt, das andere ein weißes. Das Gesicht jedes Kindes ist durch eine Karte oder Unkenntlichmachung verdeckt. Vor ihnen stehen Karten mit Zeichnungen und Beschriftungen auf Holzständern sowie drei hochgestapelte rosa Holzklötze. Eine Karte mit der Aufschrift "Projekt INTAKT" liegt am Boden. Im Hintergrund sind eine Holzbank, Gymnastikgeräte und gepolsterte Matten erkennbar.
Zwei Personen an einem weißen Tisch mit verschiedenen Materialien. Auf dem Tisch sind Miniatur-Spielkarten mit Symbolen wie Bus, Rollstuhl und Fragezeichen, Stücke aus Holz in einer gewellten Linie, rosa und blaue Spielfiguren, und handgeschriebene Karten mit Notizen auf rotem Warnstreifenmuster. Dahinter dunkle Stühle, Fenster mit Blick auf eine Landschaft.
Personen in weißen Kitteln und eine sitzende Person mit Umhang vor einem Tisch mit Bastelmaterialien und Farbtöpfen; im Hintergrund eine Menschenmenge mit Marktständen und Sitzgelegenheiten im Außenbereich.
Blick von einer erhöhten Terrasse mit schwarzem Fliesenboden und Metallgeländer auf eine Stadt mit roten Ziegeldächern. Zentrum mit einer Kirche und spitzem Turm, flankiert von Bäumen und weiteren Gebäuden. Am Horizont bewölkter Himmel mit Lichtdurchbruch; links vereinzelt Hochhäuser. Unten Verkehr auf einer befahrenen Straße.
Gruppe von sieben Personen in einem Raum, vier stehend und drei sitzend. Im Hintergrund ein Flipchart mit Zeichnungen und Text. Die stehenden Personen sind seitlich oder frontal dargestellt, die sitzenden tragen bunte Freizeitkleidung. Rechts offenstehende Tür in weißer Wand, links ein kleines Fenster.
Großes weißes Papier als Ideen- und Planungstafel gestaltet, beschriftet mit handgeschriebenen und gezeichneten Inhalten. Enthält Illustrationen wie lachende Gesichter, sitzende Personen, öffentliche Verkehrssymbole und eine Bushaltestelle. Hinzugefügt sind handschriftliche Notizen und Skizzen, beispielsweise zu Fahrgastinformationen, beleuchteten Fahrplänen, und barrierefreier Busgestaltung. Auf dem Papier liegen vier Stifte in den Farben Blau, Rot, Schwarz und Grün sowie ein Klebestift.
Ein Mann in hellblauem Pullover steht vor einem großen Bildschirm und hält eine Präsentation. Der Bildschirm zeigt eine Website mit dem Text „Herzlich Willkommen“ und einem Bild eines Türklopfers mit der Aufschrift „Brücke 1643“. Drei Personen sitzen auf schwarzen Stühlen und schauen nach vorne. Links steht eine Pinnwand mit handgeschriebener Notiz, daneben ein Tisch mit Unterlagen, einem Laptop und einem Tablet.
Mann mit Brille und grünem Pullover sitzt an einem Tisch mit weißen Papierkarten, beschriftet mit handgeschriebenem Text und roten Markierungen. Vordergrund zeigt eine Kette aus Holzklammern mit Karten. Frau in weiß-grünem Oberteil und lila Schal beugt sich zum Tisch, daneben bunte Spielsteine und Schreibmaterial. Im Hintergrund schwarze und weiße Pinnwände.

12 Good-Practice-Tipps für barrierearme Beteiligung an der Quartiersentwicklung

1. Universelles Designs - barrierearme Angebote erhöhen die Reichweite

Gestalten Sie Angebote so, dass möglichst viele Menschen sie nutzen können. Denken Sie von Anfang an Menschen mit Behinderungen mit, aber auch Kinder, ältere Menschen, Personen mit sprachlichen Schwierigkeiten, geringer Leseerfahrung oder wenig Wissen zum Thema. Bieten Sie bei Bedarf dialogische Assistenz an, beispielsweise durch Fachkräfte mit Erfahrung in Einfacher Sprache und Moderation. Planen Sie Zeit zum Ankommen ein und kommunizieren Sie den Ablauf vorab: Ankommen, Begrüßung, Workshop, Pause, Imbiss und Abschluss.

2. Themen frühzeitig ankündigen

Kündigen Sie Beteiligungsangebote mindestens acht Wochen vor dem Termin an. Viele Menschen benötigen Zeit, um Informationen zu erhalten und zu verstehen, Unterstützung zu organisieren oder Fahrdienste und Begleitungen zu buchen.

3. Barrierearme Einladungen

Wenn Sie per e-mail einladen: Ein Anschreiben mit Ihren Informationen und Informationen zur Barrierefreiheit vor Ort; zusätzlich druckerfreundlich auf A4 als Aushang in Gemeinschaftsräumen mit folgender Struktur und Inhalt: Titel der Veranstaltung, Aussagekräftiges, kontrastreiches detailarmes Bild. Kerninformationen mit Piktogrammen zu Zeit, Ort, Buslinie und Haltestelle. Kurzbeschreibung der Veranstaltung, Angaben zu Kosten und Anmeldung Ansprechperson möglichst mit mobil-Nummer, Angaben zum Essensangebot vor Ort, QR-Code für weitere Informationen.

4. Verschiedene Informations- und Anmeldewege anbieten

Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf E-Mail. Viele Menschen nutzen vor allem ihr Smartphone. Informationen und Anmeldungen per Telefon, Messenger, QR-Code oder soziale Medien senken Barrieren und erhöhen die Reichweite. Gewinnen Sie Menschen aus dem Quartier, die Aushänge verteilen. Wohngruppen und Vereine nutzen noch schwarze Bretter.

5. Gebärdensprachdolmetschung rechtzeitig organisieren

Sobald Termin und Umfang einer Veranstaltung feststehen, sollte DGS-Dolmetschung angefragt werden. Für Veranstaltungen ab 60 Minuten werden in der Regel zwei Dolmetscherinnen benötigt. Da diese oft langfristig ausgebucht sind, empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung.

6. Barrierearme Methoden wählen

Nutzen Sie Methoden, die strukturiert und multisensorisch durch das Thema führen. Vermeiden Sie spielerische Elemente ohne Bezug zum Thema, da diese oft von den eigentlichen Inhalten ablenken.

7. Alle Stimmen einbeziehen

Nutzen Sie Moderationsmethoden, die auch ruhige, zurückhaltende oder langsamere Teilnehmende beteiligen. Kleine Gruppen, ausreichend Redezeit und schriftliche oder visuelle Beteiligungsmöglichkeiten unterstützen eine gleichberechtigte Mitwirkung. Bauen Sie Rederunden ein.

8. Erwartungs- und Rückmeldemanagement

Machen Sie deutlich, wie viel Mitgestaltungsraum den Teilnehmenden zugestanden wird. In welcher Rolle befinden sich die Anwesenden. Wer gibt Ideen, wer entscheidet auf welcher Grundlage. Wie können sich die Teilnehmenden informieren: Was ist mit den Ergebnissen passiert und welche Vorschläge werden umgesetzt. Rückmeldungen schaffen Vertrauen und Motivation für weitere Beteiligung.

9. Gemeinschaftsräume im Quartier mitdenken

Viele Räume sind Abends und am Wochenende ungenutzt und konnen der Quartiersgemeinschaft zur Verfügung stehen. Damit dies möglich ist, denken Sie bei der Planung des Gebäudes daran: Separater Zugang von außen, Zugang zu Sanitäranlagen, Sicherheitsschleuse zum Gebäude hinter gemeinschaftlich genutztem Raum. Ggf. Lagerraum für eigene Technik und Materialien. Sind diese Faktoren bereits bei Planung und Bau mitgedacht, kann hinterher die gemeinschaftliche Nutzung ggf mit Geldflüssen und Organisation abgestimmt werden.

10. Erfahrungs-Expert*innen einbeziehen

Unsere Erfahrung aus Modell-Workshops: Schaffen Sie Gelegenheiten und sprechen Sie mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Ein zielgruppenorientiertes Angebot führt zu konstruktivem Austausch: "Ihr habt gezeigt, was im Alltag gut läuft und was nicht.", "Ihr habt geholfen , Vorurteile abzubauen.", "Die Gespräche waren respektvoll und konstruktiv."

11. Selbstvertretung langfristig fördern

Die Selbst- und Stellvertreterrolle entsteht nicht automatisch. Schaffen Sie über längere Zeiträume Gelegenheiten zum Mitreden, Ausprobieren und Lernen. Geben Sie Menschen Verantwortung in überschaubaren Aufgaben und ermöglichen Sie positive Beteiligungserfahrungen.

12. Miteinander Gestalten

Eine konstruktive, wertschätzende Atmosphäre, in der sich alle gesehen und gehört fühlen fördert gemeinsame Entwicklung. Sie lässt sich durch entsprechende Zielsetzung und Rahmung gestalten. Geben Sie diesem Ziel mindestens die gleiche Aufmerksamkeit wie den Sachinhalten.

Mitmachen, mitgestalten


Kennen Sie das auch: Mit etwas sperrigem Gepäck unterwegs, mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Gehhilfe und der Weg ist verstellt. Für viele Menschen bedeutet das anstrengende Umwege. Mit unseren Anhängern möchten wir darauf aufmerksam machen. Sind Sie selber betroffen, oder möchten Sie andere unterstützen? Machen Sie gerne mit. Die Anhänger finden Sie kostenlosen Mitnahme hier:

einBlick - Info, Beratung & mehr
Markt 13 | 49074 Osnabrück

Kleidsam
Industriestraße 11
49082 Osnabrück-Sutthausen

Elektroroller in türkis und schwarz mit orangefarbenen Griffen, geparkt auf einem Bürgersteig. Am Lenker hängt ein Schild mit der Aufschrift: "Bitte achten Sie auf freie Wege. Wir möchten sicher sein, dass sich alle sicher fühlen. Vielen Dank für Ihre Rücksichtnahme." Links hält eine Person in blauer Jacke das Schild. Im Hintergrund Gehweg, parkendes Auto, blaue Mülltonnen und weitere Personen.
Sechs Personen sitzen um einen hellen, ovalen Besprechungstisch, auf dem bunte Spielsteine, Karten, Notizblöcke und ein Glas mit rotem Getränk stehen. Eine Frau macht Notizen, und im Hintergrund sind Pflanzen und ein Heizkörper sichtbar. An den Wänden hängen Fotos.

INTAKT und Smart City: Gemeinsam das digitale Osnabrück gestalten

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12.05.2026

Beteiligungsworkshop im Rathaus zeigt, wie inklusive Stadtentwicklung gelingen kann.
Mehrere Menschen sitzen in einem hellen Konferenzraum an weißen Tischen, teilweise in Rollstühlen. Sie heben die Daumen nach oben und lächeln. An den Wänden befinden sich Jacken an Garderoben. Einige Gegenstände, darunter Taschen und Getränke, liegen auf den Tischen. Im Hintergrund Jalousien und eine schwarze Wandhalterung.

Bus-Workshop bringt Praxis und Entscheidungsträger zusammen

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19.03.2026

INTAKT entwickelt gemeinsam mit PlaNOS, Stadt und Stadtwerken Lösungen für barrierefreies Busfahren.

Voraussetzungen für Partizipation

Empowerment

In Politik und Gesellschaft mitreden. Das braucht Mut. Empowerment bedeutet Ermutigung. Empowerment macht stark.

Barrierefreiheit

Alle Menschen können dabei sein und verstehen, um welche Entscheidungen es geht. 

Methoden

Angepasste Angebote für Partizipation: Alle Menschen können mitmachen. Zum Beispiel braucht es neue Methoden.

Positive Haltung

Vertrauen und die Bereitschaft auf Augenhöhe zusammen zu arbeiten ist wichtig. Menschen sind verschieden, aber nicht besser oder schlechter. Zuhören und gegenseitiges Verständnis geht immer!

Politische Bildung

Was bedeutet Partizipation eigentlich? Viele verschiedene Interessen treffen aufeinander. Orientierung ist wichtig.

Partizipation - was ist das überhaupt?


Partizipation – Was ist das überhaupt?

Wenn ich mir was wünsche, passiert das dann auch?

Wenn ich garnicht erfüllen kann, was andere sich wünschen – soll ich dann überhaupt fragen?

Nein und Ja! 

Entscheidungen gewinnen an Qualität, wenn betroffene Personen einbezogen werden. Neue Perspektiven werden sichtbar. Unbekannte Aspekte werden benannt und können in die Entscheidung einbezogen werden. Offener, konstruktiver Austausch ist entscheidend. Egal auf welcher Partizipationsstufe er stattfindet. Zugang zu verständlichen Informationen ist die Voraussetzung.

Wichtig ist es, offen zu benennen: Was können wir voneinander erwarten. Wer trägt was bei? Wer entscheidet? Können wir zukünftig Entscheidungsmacht umverteilen? Möchten wir das? Wie kann das gelingen? Hintergründe und drei Fallbeispiele bietet die INTAKT-Broschüre Partizipation

Doppelseitige Broschürenansicht mit dem Titel "Das Stufenmodell der Partizipation". Links eine Grafik aus sieben farbigen Halbkreisen, nummeriert von 1 bis 7, mit den Beschriftungen: 1. Schein-Partizipation (keine Partizipation), 2. Informationen erhalten, 3. Ideen und Wünsche mitteilen, 4. Ideen und Wünsche gemeinsam beraten, 5. Mitbestimmung, 6. Über einige Ideen entscheiden, 7. Alles zusammen entscheiden. Rechts Text mit Erläuterungen der einzelnen Stufen und Hinweisen zur praktischen Umsetzung. Unten befindet sich eine lila Leiste mit einer gezeichneten Stadtsilhouette. Seitenzahlen: 8 und 9.