Kunst kennt keine Grenzen
Stiftung KunstContainer ermöglicht Teilnahme an der Idyllerei 26
Vier Tage voller Kreativität, Begegnungen und neuer Erfahrungen liegen hinter den Künstlerinnen und Künstler des KunstContainers und des offenen Ateliers GlasHaus der HHO. Dank der Unterstützung der Stiftung KunstContainer konnten drei Künstlerinnen und Künstler mit Assistenzbedarf vom 12. Juni bis 14. Juni 2026 am Kunstfestival „Idyllerei 26“ in Nürnberg teilnehmen und dort ihre Arbeiten sowie das gemeinsame Projekt „Satanstango“ präsentieren.
Manja Michlowski (GlasHaus HHO), Klaus Elschen und Thorsten Obermeyer (KunstContainer OW) reisten gemeinsam mit ihren Begleitpersonen nach Nürnberg. Die Reise umfasste rund 1.400 Kilometer Fahrstrecke und bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Kunst einem überregionalen Publikum vorzustellen, an Workshops mitzuwirken und sich mit anderen Kunstschaffenden auszutauschen.
Vor Ort waren die Künstlerinnen und Künstler täglich aktiv. Die Künstlerinnen und Künstler gehörten zu den wenigen Festivalteilnehmenden, die während der gesamten Veranstaltung kontinuierlich künstlerisch arbeiteten und dadurch besondere Aufmerksamkeit auf sich und ihre Werke lenken konnten. Es entstanden zahlreiche Gespräche, Begegnungen und ein lebendiger Austausch über Kunst, Kreativität und Inklusion.
Für Menschen mit Assistenzbedarf sind solche Reisen von besonderer Bedeutung. Sie ermöglichen Erfahrungen außerhalb des gewohnten Umfelds, stärken Selbstvertrauen und Selbstständigkeit und schaffen Räume für echte gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig bieten sie die Chance, die eigenen Fähigkeiten sichtbar zu machen und Anerkennung für das eigene künstlerische Schaffen zu erfahren.
Möglich wurde die Teilnahme erst durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung KunstContainer. Die Stiftung stellte für die Reise knapp 1.400 Euro zur Verfügung. Mit diesen Mitteln konnten insbesondere Unterkunft, Verpflegung sowie ein Teil der Fahrtkosten finanziert werden. Gerade diese Ausgaben werden im Regelsystem der Eingliederungshilfe nicht refinanziert, obwohl sie für die Teilnahme von Menschen mit Beeinträchtigung so wichtig sind und eine nachhaltige Bedeutung haben. Die Förderung ermöglichte es den drei Künstlern mit Assistenzbedarf, gemeinsam mit der notwendigen Begleitung, an der Reise teilzunehmen.
Die Reise zur Idyllerei 26 hat den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben, ihre Kunst weit über die eigene Region hinaus zu präsentieren und neue Kontakte zu knüpfen. Besonders wertvoll waren die vielen Begegnungen mit anderen Kunstschaffenden, Besucherinnen und Besuchern sowie Akteurinnen und Akteuren der inklusiven Kunstszene. Die Künstlerinnen und Künstler konnten ihre Fähigkeiten zeigen, Erfahrungen sammeln und erleben, dass ihre Arbeit Aufmerksamkeit und Wertschätzung erfährt.
Die Stiftung KunstContainer freut sich, mit ihrer Unterstützung einen Beitrag dazu leisten zu können, dass solche besonderen Erfahrungen möglich werden. Jede Spende hilft dabei, Menschen mit Beeinträchtigung kulturelle Teilhabe zu ermöglichen und Projekte zu fördern, die über die reguläre Finanzierung hinausgehen. Denn Kunst schafft Begegnungen, stärkt Selbstvertrauen und eröffnet neue Perspektiven – unabhängig von individuellen Voraussetzungen.