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Erstmals mit Inklusionslotsen der HHO

Personengruppe in hell beleuchtetem Innenraum, mehrere tragen gelbe Warnwesten mit der Aufschrift "Inklusionsteam" und farbigen Symbolen, stehen an Infoständen. Holzfußboden, hinten Sichtschutzwände und Personen in Alltagskleidung.

Am 25. Februar 2026 fand in der OsnabrückHalle der Karriere Kick statt. Dabei handelt es sich um eine Ausbildungs- und Jobmesse, die bewusst neue Wege geht. Statt formeller Gespräche oder klassischer Vorträge begegnen sich Schüler*innen und Unternehmen beim Tischkicker – locker, authentisch und auf Augenhöhe. „Hier fallen die Masken“, beschreibt Veranstalterin Corinna Bäthge das Konzept. Insgesamt nahmen rund 1.000 Jugendliche von 13 Schulen sowie 55 Unternehmen und Institutionen teil.

Auch die HHO war mit einem eigenen Stand vertreten. Mareike Loth aus dem Personalmarketing und Auszubildender Riccardo Mainka führten zahlreiche intensive Gespräche mit interessierten Schüler*innen und informierten über Ausbildungs- und Einstiegsmöglichkeiten.

Premiere: Inklusionslots*innen machen Messe erstmals inklusiv

Ein besonderer Meilenstein: Durch die Partnerschaft mit der HHO wurde der Karriere Kick in diesem Jahr zur ersten inklusiven Ausbildungsmesse in Osnabrück. Erstmals waren Inklusionslotsinnen aus dem Bereich Arbeit inklusiv im Einsatz. Insgesamt acht Lots*innen begleiteten die Veranstaltung in Vor- und Nachmittagsschichten.

Ihr zentral platzierter Stand am Eingang diente als erste Anlaufstelle. Hier wurden Jugendliche – insbesondere mit Unterstützungsbedarf – begrüßt, zu ihren Interessen befragt und bei Bedarf zu Gesprächen mit Unternehmen begleitet. Ziel war es, Orientierung zu geben, Hemmschwellen abzubauen und sicherzustellen: Niemand muss den Weg in Ausbildung oder Beruf allein gehen.

Personen in gelben Shirts und Warnwesten stehen um einen weißen, runden Stehtisch, auf dem Flyer, Broschüren und Werbematerialien liegen. Hinter ihnen befinden sich Roll-Up-Banner mit Text zu Angeboten wie FSJ, BFD und Ausbildungsberufen bei einem Unternehmen. Links ist ein weiteres Banner mit der Aufschrift „Nosta“ sichtbar.
Personen spielen an einem weißen Tischkicker mit schwarzen und weißen Spielfiguren. Etliche weitere Personen stehen im Hintergrund, einige tragen gelbe Warnwesten. Der Boden besteht aus Holz, und rechts sind Informationsstände erkennbar.
Personen stehen an einem hohen runden Tisch, der mit Flyern, schwarzen Stoffbeuteln, einer Glasflasche und einem Glasbehälter mit Süßigkeiten bestückt ist. Im Hintergrund Messestände mit Bannern in Blau und Gelb, auf denen Logos und Werbung sichtbar sind. Holzboden und diffuse Beleuchtung im Innenraum.
Menschen stehen in einem großen, hell beleuchteten Raum mit Holzboden. Im Vordergrund befinden sich zwei Tischkicker, umgeben von Personen, die spielen oder zuschauen. Im Hintergrund sind weitere Menschen in Gruppen versammelt. Große Fenster und weiße Wände prägen den Raum.

Der konkrete Unterstützungsbedarf vor Ort fiel geringer aus als erwartet. Die Inklusionslots*innen nutzten die gewonnene Zeit sehr aktiv: Sie gingen proaktiv auf Unternehmen zu, stellten die Angebote von Arbeit inklusiv vor und informierten über Möglichkeiten der Begleitung bei Ausbildung und Beschäftigung junger Menschen mit Unterstützungsbedarf. Das Interesse der Betriebe war dabei deutlich spürbar – ein starkes Zeichen dafür, dass Inklusion in der Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Inklusion sichtbar und erlebbar

Besonders erfreulich: Auch Förderschulen nahmen gezielt an der Messe teil. Damit wurde die Zielgruppe erreicht, für die das Angebot besonders wichtig ist. Die Einbindung der Inklusionslots*innen zeigt, wie Inklusion von Anfang an mitgedacht und praktisch umgesetzt werden kann – nicht als Zusatz, sondern als selbstverständlicher Teil eines Begegnungsformats.

Vor Ort war außerdem das inklusive Medienteam „Echt Wir“, das die Veranstaltung begleitete und authentische Einblicke für seine Social-Media- und Podcastformate festhielt. Das Team, das aus den Osnabrücker Werkstätten heraus arbeitet, berichtet regelmäßig über Themen wie Inklusion, Lebenswege und Chancengleichheit.

Fazit

Der Karriere Kick 2026 hat gezeigt: Wenn Begegnung niedrigschwellig, persönlich und inklusiv gestaltet wird, entstehen echte Chancen. Die Einbindung von Inklusionslots*innen kann damit zum Vorbild für weitere Ausbildungs- und Jobmessen werden. Denn wenn Menschen mit Behinderung und ihre Bedarfe von Anfang an sichtbar mitgedacht werden, entsteht ein offeneres, chancengerechteres und zukunftsfähiges Format für alle.