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Inklusion im Ferienhort

30.10.2026

HHO übernimmt Mittagessensausgabe an Osnabrücker Grundschulen.

Eine Frau mit schwarzer Kochmütze und schwarzer Arbeitskleidung steht hinter einer Kantinentheke und serviert mit einer Kelle Essen auf einen Teller, den ein Kind mit rosa Pullover über die Theke hält. Im Hintergrund Küche mit Edelstahlflächen, Tellern, Waschbecken und einem orangefarbenen Erste-Hilfe-Kasten an der Wand.

In den Herbstferien haben Beschäftigte der HHO die Mittagessensausgabe in den Ferienhorten der Stadt Osnabrück unterstütz. Was ursprünglich als Lösung für einen personellen Engpass gedacht war, entwickelt sich zunehmend zu einem gelungenen Beispiel für gelebte Inklusion.

Die Stadt Osnabrück suchte qualifiziertes Personal für die Essensausgabe während der Ferienbetreuung. Im Rahmen einer Ausschreibung erhielt die HHO den Zuschlag. In den kommenden drei Jahren werden Beschäftigte mit Behinderung die Mittagsverpflegung in insgesamt 22 Grundschulhorten in den Ferien unterstützen.

Eingespielte Abläufe an der Rosenplatzschule

Wie gut das Konzept funktioniert, zeigt sich an der Rosenplatzschule. Dort sorgen Ursula Riemann und Alina Czelinski dafür, dass zur Mittagszeit alles vorbereitet ist. Zu ihren Aufgaben gehören die Vorbereitung der Mensa, die Kontrolle der Essensqualität, das Decken der Tische und die Ausgabe der Mahlzeiten. Unterstützt werden sie von Karlotta Helmig, die während ihrer Ferienzeit als Hilfskraft mitarbeitet.

Wenn die Kinder eintreffen, ist bereits alles vorbereitet. Bei der Essensausgabe sitzt jeder Handgriff: Teller werden bereitgestellt, Portionen ausgegeben und individuelle Wünsche berücksichtigt. Für die Kinder ist die gemeinsame Mittagspause längst selbstverständlich geworden.

Erfahrung nutzen und neue Möglichkeiten schaffen

Ein großer Vorteil der Kooperation ist die Erfahrung, die viele der eingesetzten Beschäftigten bereits mitbringen. Rund 100 Menschen mit Behinderung arbeiten über die HHO in Cafeterien an weiterführenden und berufsbildenden Schulen in Stadt und Landkreis Osnabrück. Sie sind mit den Abläufen, Hygienevorschriften und Anforderungen der Gemeinschaftsverpflegung bestens vertraut.

Für die Beschäftigten eröffnet der Einsatz in den Ferienhorten zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten. Gleichzeitig lernen sie neue Einrichtungen, Menschen und Arbeitsumgebungen kennen.

Die HHO und die Stadt Osnabrück sehen in der Zusammenarbeit einen wichtigen Schritt, um Inklusion im Alltag selbstverständlich zu machen und zugleich die Ferienbetreuung langfristig zu stärken.

Drei Frauen stehen nebeneinander vor einer Essensausgabe mit gelber Wand. Sie tragen schwarze Kochhemden, schwarze Kopfbedeckungen und bordeauxrote Schürzen. Links gestapelte Teller, im Hintergrund Küchenutensilien und weiße Fliesenwand.
Sorgen gemeinsam für einen reibungslosen Ablauf beim Mittagessen: Alina Czelinski, Karlotta Helmig und Ursula Riemann (v. l.)