HHO stabilisiert sich – Reform der Eingliederungshilfe bleibt dringend
HHO auf Stabilisierungskurs
HHO auf Stabilisierungskurs – Trendwende in Sicht
Die HHO verzeichnet eine leichte Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage. Diese Entwicklung wurde durch interne Maßnahmen und das Engagement aller Mitarbeitenden ermöglicht.
„Diese Entwicklung verdanken wir dem großen Einsatz aller Kolleginnen und Kollegen. Die eingeleiteten Maßnahmen waren nicht einfach, aber sie zeigen Wirkung“, erklärt HHO-Geschäftsführer Jörg Richter.
Finanzierungssystem der Eingliederungshilfe muss überarbeitet werden
Ein zentrales Problem bleibt das bestehende Finanzierungssystem der Eingliederungshilfe. Es wurde bislang nicht an die veränderten Anforderungen und Bedarfe angepasst. „Wir arbeiten unter den gleichen, teils starren Bedingungen wie in den Vorjahren“, betont Richter.
Um auch künftig verantwortungsvoll handeln zu können, benötigt die HHO eine Reform der Finanzierungsgrundlagen. Nur so lassen sich verlässliche und passgenaue Angebote gestalten, die es ermöglichen, den individuellen Bedürfnissen der intensiv zu begleiteten Menschen gerecht zu werden und ihnen die Wahrnehmung ihrer Rechte zu ermöglichen.
Gesetzlicher Anspruch gestiegen – Finanzierung bleibt zurück
Die gesetzlichen Grundlagen für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung haben sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt – ein richtiger und notwendiger Schritt. Doch das Finanzierungssystem der Eingliederungshilfe ist diesem Wandel nicht gefolgt. Es basiert weiterhin auf veralteten Strukturen, die den heutigen Anforderungen an individuelle Förderung, Selbstbestimmung und Inklusion nicht gerecht werden.
Besonders betroffen sind Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf: Für sie fehlen oft die flexiblen und passgenauen Angebote, die echte Teilhabe ermöglichen. Das bestehende System erschwert gerade dort die Inklusion, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
Gleichzeitig sind die Kosten für die Leistungserbringung in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, etwa durch höhere Personal- und Sachkosten sowie steigende Anforderungen an Dokumentation. Diese Entwicklung verschärft die wirtschaftliche Lage zusätzlich.
„Wir arbeiten unter Bedingungen, die mit den heutigen Bedarfen nicht mehr vereinbar sind“, betont Geschäftsführer Jörg Richter. „Das System ist zu unflexibel, um auf die realen Herausforderungen in der Eingliederungshilfe angemessen reagieren zu können.“
Trotz dieser strukturellen Hürden gelingt es der HHO, durch den starken Zusammenhalt innerhalb der Organisation und das Engagement aller Beteiligten – Mitarbeitende, Menschen mit Beeinträchtigung und ihre Angehörigen tragfähige Lösungen zu entwickeln. Doch um den gesetzlichen Anspruch auf Teilhabe auch langfristig verlässlich einlösen zu können, braucht es eine Reform der Finanzierungsgrundlagen.