Enten, Gespräche und ganz viel Melle
Die HHO beim Geranienmarkt
Am vergangenen Samstag war die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück (HHO) beim Meller Geranienmarkt vertreten – und Melle zeigte sich bei bestem Wetter von seiner lebendigen, offenen Seite. Die Innenstadt war gut gefüllt, die Stimmung ausgelassen, und auch an unserem Stand herrschte den ganzen Tag über rege Betriebsamkeit.
Ein echter Publikumsmagnet war dabei unser Entenangeln. Vor allem Familien mit Kindern blieben stehen, griffen zur Angel – und kamen ganz nebenbei mit uns ins Gespräch. Geangelt wurde sprichwörtlich bis zum Schluss. Selbst als der Stand schon fast abgebaut war, fanden sich noch kleine Profiangler*innen, die offenbar der festen Überzeugung waren: Solange irgendwo noch eine Ente schwimmt, ist die Veranstaltung nicht vorbei.
Einfache Gespräche, wertvolle Einblicke
Für unser Projekt Quartiersentwicklung bot der Geranienmarkt eine ideale Gelegenheit, niedrigschwellig mit Melleraner*innen ins Gespräch zu kommen. Wir haben zugehört und gefragt:
Wie erleben die Menschen ihre Stadt?
Welche Orte sind echte Lieblingsplätze?
Wo sehen sie ungenutztes Potenzial – und wo fehlt etwas?
Die Antworten waren vielfältig und gerade deshalb besonders wertvoll. Kinder äußerten oft sehr konkrete Wünsche: etwa nach einem Laden für Fußballtrikots in Melle, einem Barfußpfad, einer Fühlbox im Stadtgebiet oder sogar einer Waldkugelbahn. Erwachsene sprachen häufiger alltagspraktische Themen an. Mehrfach wurde benannt, dass es in Melle aus ihrer Sicht zu wenige Möglichkeiten gibt, wo Kinder sich bei schlechtem Wetter wirklich austoben können. Auch ruhige Orte zum Stillen, barrierefreie Toiletten oder generell Aufenthaltsorte ohne Konsumzwang wurden genannt.
Letzteres ist ein Thema, das auch der Behindertenbeirat bereits zurückgespiegelt hat: Es braucht Räume, in denen Menschen einfach zusammenkommen können, ohne etwas kaufen oder leisten zu müssen. Zudem wurde der Wunsch nach mehr Begegnungsmöglichkeiten deutlich – interkulturell, inklusiv und generationsübergreifend. Genau hier setzt Quartiersentwicklung an: bei den kleinen und großen Fragen des Alltags, die Menschen vor Ort tatsächlich bewegen.
Begegnung, Vernetzung und Engagement
Neben den inhaltlichen Gesprächen gab es viele schöne persönliche Begegnungen. Einige Besucherinnen informierten sich über eine Tätigkeit bei der HHO, andere konnten sich ein Ehrenamt vorstellen. Auch Familien aus unseren Kitas, Kolleginnen aus unseren betrieblichen Settings sowie Mitarbeitende aus Kooperationsbetrieben in Melle schauten vorbei.
So wurde einmal mehr sichtbar, wie vielseitig, vernetzt und präsent die HHO in Melle bereits ist – und wie wichtig diese Präsenz im Quartier für Austausch und Beziehung ist.
Danke für dieses Engagement
Ein besonderer Dank gilt allen, die den Stand vorbereitet, begleitet und mit Leben gefüllt haben. Es war großartig, dass so viele Kolleginnen aus unterschiedlichen Bereichen der HHO zeitweise mit dabei waren. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei den zahlreichen Kundinnen der HHO, die uns ehrenamtlich am Stand unterstützt haben.
Am Ende nehmen wir viele gute Gespräche, neue Eindrücke und konkrete Impulse mit. Der Geranienmarkt hat eindrucksvoll gezeigt: Wenn wir als HHO sichtbar, offen und ansprechbar im Quartier unterwegs sind, entstehen genau die Begegnungen, die Quartiersentwicklung lebendig machen.