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Ein Ort zum Mitmachen, Verstehen und Verändern – die Grüne Werkstatt Hasbergen

04.06.2025

Nachhaltigkeit erlebbar machen, voneinander lernen und gemeinsam wachsen: In der Grünen Werkstatt Hasbergen begegnen sich Menschen und Natur.

Drei Personen sitzen an einem rechteckigen Tisch in einem hellen Raum. Auf dem Tisch liegen ein weißes Blatt Papier, ein roter Stift und eine kleine orangefarbene Schale. Im Hintergrund eine beschriftete weiße Tafel, eine Garderobe mit Jacken und Schubladenschränke.

Im Einklang mit der Natur leben – im Alltag und auf der Arbeit: das lernen die Teilnehmenden der Grünen Werkstatt Hasbergen. Das Bildungsangebot richtet sich

an die Werkstatt-Beschäftigten des Standorts. Unter der Leitung von Markus Tiemann finden seit 2019 regelmäßig Kurse und Mitmachangebote statt. Angefangen hat alles mit einfachen Fragen: Wie funktioniert Mülltrennung? Was kann man mit alten Dingen noch anfangen?
Mittlerweile ist die Grüne Werkstatt ein fester Bestandteil des Werkstattlebens geworden – ein Ort, an dem Nachhaltigkeit nicht nur erklärt, sondern gemeinsam gelebt wird.

Kursleiter Markus Tiemann versucht dabei immer wieder Nachhaltigkeit verständlich und lebendig zu Vermitteln. „Ich versuche einfache Wörter zu finden. Zum Beispiel, dass die Verbindung zur Natur wie eine Freundschaft sein muss. Ich muss sie verstehen, ihr Aufmerksamkeit schenken, um zusammenzubleiben. Ich muss ihr regelmäßig begegnen, um zu wissen, was ihr guttut. Genau darum geht es uns in der Grünen Werkstatt: Nicht um Vorschriften oder Zahlen – sondern um echte Auseinandersetzung (Was kann ICH persönlich tun), ums Ausprobieren und um gemeinsame Erlebnisse.“

Aber nicht nur die hier beschäftigten Mitarbeiter bekommen Angebote sich mit dem Thema auseinandersetzen, sondern auch Angestellte, Leitungskräfte und andere Mitarbeiter werden durch Aushänge, bei Teambesprechungen oder bei offenen Aktivitäten zur Mitarbeit angeregt.

Rund 50 Veranstaltungen hat es seit dem Start bereits gegeben – mit Geduld, Humor und vielen Aha-Momenten. Dabei ist Nachhaltigkeit für viele Beschäftigte längst kein Fremdwort mehr, sondern Teil ihres Alltags geworden.

Ein Besprechungsraum mit rechteckigem Holztisch, zwei Plastikflaschen mit blauem Wasser, einer dunkelblauen Pinnwand links mit bunten Notizzetteln, einem Flipchart und einem Mann im orangefarbenen T-Shirt, der in die Kamera schaut. Im Vordergrund verschwommene Ansicht einer sitzenden Person von hinten.
Plakat mit der Aufschrift "Kann ich. Mach ich. Find ich gut!" und Illustration eines blauen Steckers mit Armen und Gesicht im Hintergrund. Auf dem Tisch stehen eine orangefarbene Tasse, ein Stift und ein Smartphone. An der Wand hängen beschriftete Karten und ein Plakat mit Diagrammen und Pfeilen.

Was die Teilnehmenden sagen:

Andrea Jansen: „Die Grüne Werkstatt ist für mich vor allem ein Ort zum Austausch. Ich habe zum Beispiel gelernt, dass man Energie sparen kann, wenn man die Wäsche aufhängt statt sie in den Trockner zu stecken – der verbraucht nämlich viel Strom. Das gehört für mich auch zur Nachhaltigkeit.“

Person in beiger Jacke und hellblauem Oberteil in einem Raum mit Büromöbeln; blau und weiß dominieren die Wände, hinten links ein Regal, rechts ein Monitor, links Tischstühle.
Person in einem schwarzen T-Shirt mit weißem Schriftzug "Ich brauche keinen Therapeuten" und drei stilisierten Figuren darunter. Im Hintergrund ein Raum mit Tischen, blauen Stühlen und Pinnwänden; auf der rechten Pinnwand bunte Kreise. Ein leichtes Fensterlicht beleuchtet den Raum.

Sven Pohlmeyer: „Ich versuche, auch kleine Dinge umzusetzen – zum Beispiel die Becher, die wir hier benutzen, nicht wegzuwerfen, sondern weiterzuverwenden. Mülltrennung ist für uns ganz selbstverständlich. Und wir bauen hier in Hasbergen sogar eigenes Obst an! Das Schöne ist: Jeder bringt eigene Ideen und Tipps mit, erzählt, was er gesehen oder ausprobiert hat. Das gefällt mir richtig gut.“

Gani Sali: „Neulich war ich einkaufen, und die Verkäuferin hat gefragt: ‚Willst du eine Plastiktüte oder eine Papiertüte?‘ Da habe ich mir gedacht: Die Papiertüte ist besser – für die Umwelt, für andere Menschen und auch für die Tiere. Ich habe auch zu Hause angefangen, besser aufzupassen – zum Beispiel beim
Plastikmüll. Früher hatten wir zwei Tonnen, aber inzwischen nutzen wir fast nur noch den Gelben Sack. Da fällt jetzt viel weniger Plastik an.“

Person in orangefarbenem T-Shirt mit aufgedrucktem Muster, sitzend in einem Raum mit Tischen, blauen Stühlen und blauen Trennwänden; im Hintergrund mehrere runde Farbdekorationen an der Wand, Fenster und ein Flipchart.