Zum Hauptinhalt springen

Austausch auf Augenhöhe

05.08.2026

Robert Alferink zu Gast in der OSNA-Technik 1

Sieben Personen stehen in einer Reihe auf einer grasbewachsenen Fläche mit Laub. Im Hintergrund stehen grüne Bäume und eine Steinmauer. Links steht ein brauner hölzerner Vogelhausständer. Die Personen tragen unterschiedliche Kleidung, darunter Hemd, Bluse, T-Shirt und Anzug. Klare Lichtverhältnisse deuten auf sonniges Wetter hin.

Auf Einladung des Werkstattrats war der Osnabrücker Oberbürgermeisterkandidat der SPD, Robert Alferink, zu Gast in der OSNA-Technik 1. Der Werkstattrat, das gewählte Selbstvertretungsgremium der Werkstattbeschäftigten, hatte den Besuch organisiert und im Vorfeld Fragen aus der Belegschaft gesammelt.

Einblicke in die OSNA-Technik 1 und offene Fragen zur Arbeitswelt

Zu Beginn erhielt Robert Alferink bei einem Rundgang durch die Werkstatt Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche. Dabei kam er mit Beschäftigten ins Gespräch und informierte sich über ihre Arbeit, ihre Erfahrungen und ihre Wünsche für die Zukunft.

Im anschließenden Austausch standen die Fragen der Beschäftigten im Mittelpunkt. Diskutiert wurden unter anderem die finanzielle Situation von Werkstätten sowie die Herausforderungen, ausreichend Aufträge und Erlöse zu erwirtschaften. Auch die Frage nach einer möglichen Zusammenarbeit mit Unternehmen der Rüstungsindustrie wurde offen angesprochen. HHO-Prokuristin Conny Kammann machte deutlich, dass Werkstätten wirtschaftlich arbeiten müssen, um Beschäftigung und Teilhabeangebote dauerhaft sichern zu können und darum eine Zusammenarbeit mit Rüstungsunternehmen nicht ausgeschlossen werden könne.

Ein wichtiges Thema waren außerdem die Perspektiven auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Dabei ging es auch um Außenarbeitsplätze und mögliche Beschäftigungsperspektiven bei der Stadt Osnabrück. Robert Alferink verwies dabei auf Potenziale bei städtischen Betrieben wie dem Osnabrücker ServiceBetrieb (OSB) und brachte die Idee von Außenarbeitsgruppen sowie möglichen Übergängen in reguläre Beschäftigung ins Gespräch. Auch in der Stadtverwaltung sieht er Chancen für inklusive Arbeitsplätze.

 

Mann mit weißer Kochuniform spricht hinter einer Essensausgabe-Theke mit Glasabdeckung zu einem Mann in einem dunklen Anzug. Neben ihm ein weiterer Mann mit Brille. Auf der Theke stehen weiße Tassen, rote Behälter, Milchdöschen und eine Kaffeekanne. Im Hintergrund bunte Wimpel und ein heller Raum mit Holztischen und Stühlen.
Zwei Männer in einem Büro- oder Werkstattbereich stehen vor mehreren bunten Kunststoffkisten, die auf einem Tisch stehen. Der linke Mann trägt einen dunklen Anzug und ein weißes Hemd, der rechte ein schwarzes Shirt mit einem dezenten Aufdruck. Der Raum im Hintergrund ist hell beleuchtet, mit gelben Wänden, großen Fenstern und Büroartikeln an einer Pinnwand.
Mann im Anzug hält ein vertikal stehendes Holzbrett in einer Werkstatt. Links daneben ein Mann im blauem T-Shirt mit Katzenmotiv. Rechts stehen ein Mann in rotem Polohemd mit SPD-Logo und ein verschwommen sichtbarer Mann. Im Raum sind Fenster, Arbeitsflächen und gestapelte Holzlatten sichtbar.
Vier Personen in einer Werkstatt umgeben von Holzstapeln und Kartons. Ein Mann im Anzug steht mit verschränkten Armen, ein Mann hinter ihm trägt ein schwarzes T-Shirt, eine Frau mit gemustertem Shirt schaut aufmerksam, und ein Mann im blauen T-Shirt erklärt eine längliche Holzleiste auf einem Tisch. Im Hintergrund befinden sich Regale mit blauen Kisten und eine Feuerlöscherstation.

Perspektiven für Inklusion in Osnabrück

Weitere Fragen betrafen die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und im öffentlichen Nahverkehr. Alferink betonte, dass sowohl bauliche Maßnahmen als auch ein stärkeres Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung notwendig seien. Zudem verwies er auf den kontinuierlichen barrierefreien Umbau von Bushaltestellen sowie die Beteiligung des Inklusionsforums an städtebaulichen Planungen.

Auch die Themen Bildung und Wohnen wurden intensiv diskutiert. Mit Blick auf die steigende Zahl von Schülerinnen und Schülern aus inklusiven Bildungsgängen wurde über berufliche Perspektiven für Menschen mit Behinderung gesprochen. Beim Thema Wohnraum erläuterte Alferink die Ziele der kommunalen Wohnungsgesellschaft, die in den kommenden Jahren zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum schaffen soll. Davon könnten insbesondere Menschen profitieren, die aufgrund geringer Einkommen auf günstige Wohnungen angewiesen sind.

Zum Abschluss ging es um die politische Mitbestimmung von Menschen mit Behinderung. Dabei wurde unter anderem die Rolle des Inklusionsforums, anderer Beteiligungsräte marginalisierter Gruppen und die Frage diskutiert, wie die Interessen von Menschen mit Behinderung noch stärker in politische Entscheidungsprozesse einfließen können.

 Wir bedanken uns bei Robert Alferink für den offenen Dialog und beim Werkstattrat für die Organisation dieses gelungenen Austauschs. Solche Begegnungen schaffen Verständnis, ermöglichen neue Perspektiven und tragen dazu bei, Inklusion gemeinsam weiter voranzubringen.