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Stephan: "Mehr Berufung als Beruf"

22.11.2024

Wie Stephan es seit 30 Jahren als Heilerziehungspfleger bei uns im HHO-Wohnen aushält - das verrät er hier:

Eine Person mit schwarzer Kappe und dunkler Oberbekleidung, vor einer hellen Wand mit hölzernem Regal rechts im Hintergrund und unscharfen schwarzen Bildern links darüber. Im Vordergrund ist ein schwarzes Mikrofon an der Kleidung befestigt.

Im schönen Stadtteil Westerberg habe ich Stephan getroffen. Er ist schon seit knapp 30 Jahren bei uns in der HHO: erst im Praktikum und als Zivi, dann in der Ausbildung zum HEP und seitdem sind wir ihn - ZUM GLÜCK - nicht mehr losgeworden!

Woran das liegt? Stephan beschreibt sein Gefühl nach seinem ersten Praktikum so:

„Ich hatte damals das Gefühl: Ich bin hier verdammt gut aufgehoben! Auch für die nächsten Jahre. Das ganze Package hat gestimmt. Das Team, die Bewohner, das war einfach ein sehr schönes Miteinander und ich hatte schnell den Eindruck, da kann ich was bewirken und mich einbringen“.

Und so ist Stephan einfach geblieben!

In unserem Haus Moltkestraße begleitet er mit seinen Kolleg/innen Menschen mit einem Handicap im Alter von 19 bis 62 Jahren - die Aufgaben sind dabei breit gefächert: Haushalt, Mahlzeiten, Arzttermine, etwas Pflege .... Was ihm aber wichtig ist: Das ist hier kein Hotel! Daher liege der Fokus auf dem Miteinander.

"Für mich ist entscheidend, dass ich das wahre Leben der Bewohner hier pur mitbekomme. Man ist da für die Sorgen und Nöte der Wohnenden, Kummerkasten, Freund, man deckt so viele Bereiche ab. Klar gebe ich viel Output, aber es bereichert einen auch selber. Für mich ist die Tätigkeit hier mehr Berufung als Beruf!"

Die Vorbehalte zum Thema Wochenenddienste sieht er ganz entspannt: Klar, muss man auch Samstags und Sonntags ran. Aber dafür hätte man dann auch viel mehr Zeit füreinander! Ideen zur Freizeitgestaltung würden ernstgenommen und versucht umzusetzen. Und so kommt es, dass Stephan auch mal auf einen kurzentschlossenen Kneipenbesuch mit einigen Bewohnenden loszieht.

Und abgesehen vom Wochenenddienst betont Stephan, dass in seinem Team die Mitgestaltung am Dienstplan selbstverständlich sei und es kein starres System gäbe. Und mit einem Lachen fragt er zum Schluss noch "wo sonst, könne man außerdem sein Geld im Schlaf verdienen?!"

Zwei Personen stehen in einer hellen Küche. Rechts eine Person mit schwarzem Kapuzenpullover und Jeans, die mit einem Löffel etwas aus einer Schüssel nimmt. Links eine weitere Person in schwarzem Oberteil und Baseballkappe, die etwas in der Hand hält. Rechts in der Küche weiße Schränke, Arbeitsfläche mit Bechern, einer Konservendose und Küchenutensilien. Links ein Esstisch mit gestreifter Tischdecke und ein großes Fenster mit Pflanzen und Dekoobjekten.
Drei Personen sitzen auf einem dunkelgrauen Sofa. Die zwei links tragen schwarze Oberteile; die rechte Person trägt ein schwarzes Sweatshirt mit weißem Aufdruck und blaue Jeans. Im Hintergrund ist eine weiße Wand zu sehen.
Person in schwarzer Kleidung und schwarzer Kappe, sitzend in einem Raum mit hellbraunem Holzregal im Hintergrund, das Gläser und Dekoartikel enthält. Links helle Wand mit teilweise sichtbarer Pflanze.
Zwei Personen sitzen an einem Tisch mit bunter Wachstuchtischdecke. Auf dem Tisch liegen ein Kartenspiel, ein brauner Keramikbecher, ein Kugelschreiber, Papier und eine Schachtel mit Spielkarten. Im Hintergrund befinden sich ein Sofa, ein Poster und ein Regal mit Pflanzenaufbewahrung.