Matthias Seestern-Pauly stellt sich den Fragen der gut vorbereiteten Schülerinnen und Schüler.

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„Wo sitzen Sie denn, Herr Seestern-Pauly?“

Der FDP-Bundestagsabgeordnete besucht die Horst-Koesling-Schule.

Ein bisschen aufgeregt waren die Mitglieder der Schülervertretung (SV) der Horst-Kösling-Schule schon, als sie ihrem Besuch, dem FDP-Bundestagsabgeordneten Matthias Seestern-Pauly zur Begrüßung die Hand schüttelten. Aber sie hatten sich in den voran gegangenen SV-Sitzungen gut auf das Gespräch mit dem Kinder- und Jugendpolitischen Sprecher vorbereitet: „Wo sitzen Sie denn im Bundestag“, lautete die erste Frage, die der aus Bad Iburg stammende Politiker anhand einer Bundestagsgrafik beantwortete. Unkompliziert und ohne Berührungsängste ging er später auch auf die Fragen nach Hobbys und Lieblingsmusik ein.

„Diese Fragen stellen die Schüler häufig, ganz gleich welche Schulform sie besuchen“, erklärte Matthias Seestern-Pauly  nach dem Gespräch mit den Schülern. Solche Kontakte seien ihm wichtig: „Ich möchte wissen, was die Schülerinnen und Schüler bewegt. Deshalb frage ich auch immer nach ihren Wünschen in Bezug auf ihren Schulalltag.“ Die SV der Horst-Kösling-Schule wünscht sich vor allem ein gutes Miteinander der Schüler und geduldige Lehrer. „Auch das höre ich immer wieder“, sagt der FDP-Politiker und Lehrer.

Ganz bewusst besuche er neben Regelschulen auch unterschiedliche Förderschulen oder Tagesbildungsstätten wie die Horst-Kösling-Schule: „Förderschulen haben keine echte Lobby, aber sie machen eine wichtige Arbeit.“ Im Fokus der Bildung solle die optimale, individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes stehen, und die sei angesichts der derzeitigen Rahmenbedingungen für die Inklusion oft besser von den Förderschulen zu leisten. Deshalb setze er sich auch im Bildungssauschuss für deren Interessen ein. Zudem engagiere sich seine Fraktion für die Belange von Menschen mit Behinderungen: „Wir möchten den Schwerbehinderten-Ausweis in Teilhabeausweis umbenennen und ihn auch für Kinder unter drei Jahren überall einführen. Außerdem setzen wir uns für das Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen ein.“

Für die SV der Horst-Kösling-Schule geht jetzt die Nachbereitung des Politikerbesuchs los: In den nächsten Wochen werden sie ihre Mitschüler am SV-Brett und in der Schülerzeitung über das Gespräch informieren.