Ein Spendenaufruf für ein wichtiges Thema

Tod und Trauer – für die meisten von uns sind es, obwohl sie fester Bestandteil jeden Lebens sind, Tabu-Themen. Niemand redet gerne über die Endlichkeit. Und gerade wenn es darum geht, dass Kinder von unserer Welt gehen, bleibt nicht viel übrig, was wir sagen können.

Und dennoch möchte die Förderstiftung HHO sich mit dem Weihnachtsspendenprojekt 2020 diesem Thema annehmen. In der HHO werden seit einiger Zeit vermehrt Kinder mit lebensverkürzenden Diagnosen aufgenommen. In der Vergangenheit ist es somit immer wieder geschehen, dass ein Kind in einer Einrichtung verstorben ist. Gerade für die hinterbliebenen Gruppen ist die Überwindung der Trauer ohne Begleitung fast unmöglich.

Mit dem Spendenaufruf möchten wir unsere Spenderinnen und Spender um Unterstützung bitten, einen neuen Weg der Trauerbegleitung zu beschreiten. Wir möchten für alle Einrichtungen der HHO Kindheit&Jugend gGmbH Möglichkeiten schaffen, Trauer alters-, gruppen- und bedarfsgerecht bewältigen zu können. Dazu gehört neben der interventiven Arbeit, wenn sich ein Trauerfall ereignet, auch insbesondere die präventive Arbeit in jeder Einrichtung.

Auch in der HHO Wohnen gGmbH und in den Osnabrücker Werkstätten sind Tod und Trauer immer wieder zentrale, wichtige Themen. Hier werden Austausch und Synergien zwischen den Kolleg*innen angestrebt. Die Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen unterscheidet sich jedoch sehr von der Begleitung Erwachsener: Kinder trauern anders. Die können in einem Moment unendlich traurig sein und im nächsten Moment glücklichen spielend auf dem Boden sitzen. Auf die herausfordernde Situation angemessen zu reagieren, bedarf professioneller Unterstützung.

Aus diesem Grund sollen Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter ausgebildet werden. Diese sollen alle Gruppen in regelmäßigen Abständen besuchen und mit ihnen über die Themen Tod und Sterben sprechen. Durch die Anschaffung von kind- und altersgerechter Materialien, Büchern und Spielzeugen für eine „Trauerkiste“ sollen die Themen enttabuisiert werden. Die Kinder und Jugendlichen sollen lernen, dass der Tod zum Leben dazu gehört und dass sie nicht alleine sind, wenn sie ihre Trauer bewältigen müssen.

Es soll darum gehen, eine Erinnerungs- und Symbolkultur zu schaffen, die die Bedürfnisse von Kindern und Jugendliche aufgreift und ihnen Sicherheit bei einem so unsicheren Thema gibt.

Wenn auch Sie das Projekt unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende unter dem Stichwort „Trauerbegleitung“. Mit Ihrer Unterstützung gelingt es uns gemeinsam, einen neuen, offenen und altersgerechten Weg in der Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche zu beschreiten - damit keine Gruppe mit ihrer Trauer alleine ist.

Hier geht es zum Spendenformular.