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Tagesstätte für Menschen mit einer psychischen Erkrankung

Die Tagesstätte der Osnabrücker Werkstätten in der Möserstraße gibt einen herrlichen Blick über die Dächer der Osnabrücker Innenstadt frei. Vor allem aber bietet sie Ihnen persönlich eine neue Perspektive, wenn Sie aufgrund einer psychischen Erkrankung zurück in einen strukturierten Alltag finden möchten. Das Team der Tagesstätte unterstützt Sie bei der Erweiterung Ihrer alltagspraktischen Fähigkeiten sowie bei der Vorbereitung auf das Arbeitsleben.

Breit gefächertes Leistungsangebot

In der Tagesstätte gibt es drei Tätigkeitsbereiche: Sie haben die Möglichkeit, handwerklich-kreativ zu arbeiten, den Umgang mit unterschiedlichen Materialien kennenzulernen und sich an kleinen seriellen Aufträgen zu erproben.  Mehrere Computerplätze stehen für kognitives Training, Lernprogramme; Recherche und Gestaltung zur Verfügung.  Im Bereich Küche-Hauswirtschaft wird für das leibliche Wohl bei den gemeinsamen Mahlzeiten gesorgt und es gibt Anregungen für das Kochen zuhause. Auf der Dachterrasse bietet sich die Möglichkeit, ein wenig zu gärtnern. Gesprächsrunden und kommunikative Spiele  ergänzen das Angebot. Wöchentlich stehen außerdem Entspannungs- oder Aktivierungsübungen für Körper und Geist auf dem Programm.

Individuell ausgerichtet

Die  Ziele - Tagesstruktur sowie Eingliederung in Gesellschaft und Arbeit - werden nach den Bedürfnissen und Möglichkeiten des Einzelnen vereinbart. Das heißt, es  wird eine individuell erreichbare Selbstständigkeit angestrebt. Insbesondere werden Teilziele hinsichtlich der Alltagsanforderungen, Motivation, Antrieb, Belastbarkeit und Krisenbewältigung thematisiert. Zusätzlich gibt es das Angebot, den Umgang mit der psychischen Erkrankung und verschiedene soziale Anforderungen zu reflektieren.

Das Angebot der Tagesstätte für Menschen mit psychischer Erkrankung beruht auf der gesetzlichen Grundlage »Teilstationäre Leistungen der Teilhabe am  Leben in der Gemeinschaft im Rahmen der Eingliederungshilfe gemäß § 53 SGB XII.«

Erfolgreicher Start

Die Tagesstätte für Menschen mit einer psychischen Erkrankung feierte ihr Einjähriges

„Erstaunlich wie die schnell die Zeit vergangen ist“, findet Catharina Grevemeyer, Leiterin der der Tagesstätte Möserstraße, wo am 06.März das einjähriges Bestehen gefeiert wurde.

Zusammen mit Herrn Kempf, Prokurist Osnabrücker Werkstätten gGmbH und OSNA-Integ gGmbH, kamen zwei Vertreter des HHO-Vorstands zu Besuch, um sich von den vielfältigen, individuellen Angeboten und den großzügigen hellen Räumlichkeit ein Bild zu machen: Herr Dr. Peter Langer als Vorstandsvorsitzender und Herr Tobias Marquardt, Geschäftsführer des Osnabrücker Vereins zur Hilfe für seelisch behinderte Menschen.

„Angefangen haben wir mit 6 Teilnehmern. Jetzt, nach einem Jahr, sind es bereits 22 Teilnehmer und es gibt aktuell noch fünf weitere Anfragen“, freut sich auch Markus Pohl, Mitarbeiter des Tagesstätten-Teams, über die erfolgreiche Entwicklung des Angebots. Mehr lesen

Bei dem Angebot der Tagesstätte handelt es sich um Maßnahmen zur Eingliederung in die Gesellschaft. Ihre Ziele formulieren die Teilnehmer individuell mit den Leistungsträgern. In der Tagesstätte bekommen sie Raum und Unterstützung, daran zu arbeiten.  Neben gemeinsamen Mahlzeiten und täglich zwei Gruppenangeboten arbeitet jeder Teilnehmer an eigenen Projekten in den Bereichen Computer, handwerklich-kreative Arbeit und Küche-Hauswirtschaft. Einige Teilnehmer ließen sich über die Schulter schauen und präsentierten gekonnt ihre Arbeit: z. B. ein selbst entworfenes, stylisches Computergehäuse aus Holz oder ein selbst genähtes Körnerkissen. Eine Hauptattraktion des Tages war sicher das leckere Brunch-Buffet, das die Küchengruppe erstellt hat. „Das war ein besonderer Tag mit vielen guten Gesprächen“, sind sich die Teilnehmer der kleinen Jubiläumsfeier einig.