So sehen Sieger aus
Von: Bärbel Recker-PreuinMit ihren Medaillen, einem strahlenden Lachen und der nötigen Portion Selbstbewusstsein traten die zehn Sieger der HHO vor die Presse. Sie alle hatten vor wenigen Tagen auf der Siegertreppe der Special Olympics in Bremen gestanden und ihre Ehrenzeichen in Empfang genommen. Sie sind die absoluten Gewinner, ebenso wie weitere 20 Beschäftigte aus den fünf Osnabrücker Werkstätten.
„Es war schon ein komisches Gefühl, ganz oben auf der Treppe zu stehen und ein bisschen war uns nach weinen,“ gestehen Daniela Hune und Valentina Wagner. Falls Tränen geflossen sind, waren es Freudentränen, denn nicht alle Tage erhält man eine Goldmedaille.
30 Mitarbeiter mit Behinderung aus den fünf Werkstätten waren als Athleten zur den Special Olympics nach Bremen gefahren. Es war die 6. Teilnahme der HHO, zum ersten Mal traten die Sportler in der Disziplin „Boccia“ an. Mit beachtlichem Erfolg. Obwohl vorher nicht allzu häufig geübt wurde, wie Eckhard Stambusch feststellt. Für das nötige Kugelgefühl, Ehrgeiz und Wettkampfdisziplin halfen Brigitta Twellmann und Agnes Kahmann als Betreuerinnen mit. Die Mannschaft der HHO präsentierte sich als eine Einheit, auch äußerlich. Dafür hatte die Stiftung Sportler für Sportler gesorgt. Sie sponserte die Teilnahme der Boccia-Spieler mit knallroten T-Shirts. „Das war die beste Investition seit langem,“ sagte Stiftungsvorsitzender Jürgen Ruhrmann. Er hatte die Sportler der HHO während des einwöchigen Turniers besonders im Auge, war von der Leistungsstärke und vom Teamgeist begeistert und sicherte weitere Unterstützung zu. „Es war kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander,“ bestätigten auch alle Teilnehmer. Alle 30 HHO-ler haben bereits die nächste Special Olympics in zwei Jahren im Auge. Dafür wird schon jetzt trainiert, denn Sport ist nicht nur Bewegung für Körper, Kopf und Seele, sondern ein großes Stück gesellschaftlicher Anerkennung.
Goldmedaillen beim Boccia-Turnier gingen an Daniela Hune, Yvonne Kavermann, Lawrence MacKay, Eckhard Stambusch, Bernd Kruckemeyer.
Silbermedaillen: Klaus Dälken, Sascha Schöneich.
Bronze: Valentina Wagner, Christian Doedt und Andreas Molitor.



